Element 68Element 45Element 44Element 63Element 64Element 43Element 41Element 46Element 47Element 69Element 76Element 62Element 61Element 81Element 82Element 50Element 52Element 79Element 79Element 7Element 8Element 73Element 74Element 17Element 16Element 75Element 13Element 12Element 14Element 15Element 31Element 32Element 59Element 58Element 71Element 70Element 88Element 88Element 56Element 57Element 54Element 55Element 18Element 20Element 23Element 65Element 21Element 22iconsiconsElement 83iconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsElement 84iconsiconsElement 36Element 35Element 1Element 27Element 28Element 30Element 29Element 24Element 25Element 2Element 1Element 66
14.
Oktober 2019

Normen für das Netz der Zukunft

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Aber welche Normen gelten in digitalen Kommunikationsräumen? Dr. Matthias Kettemann erläutert in seinem Vortrag an der Sigmund Freud Universität in Wien wie Regeln für das Internet entstehen und bezieht sich dabei auf einen neuen Ansatz an Recht und Regelzusämmenhängen in der Digitalität: die normative Ordnung des Internets.
 
Als Rechtsordnung operiert die Ordnung rechtsförmig oder rechts(form)analog und weist merkliche Selbstkonstitutionalisierungstendenzen auf. Ihre Akteure erfüllen vielfältige Funktionen als Normunternehmer, Normanwender und Normanfechter. Neben staatlichem Recht und Völkerrecht besteht in dieser Ordnung namentlich ein „Tertium“, dem sich zuordnen lässt, was bisher nur unscharf in rechtlichen Begriffen fassbar war.
 
Zentral weist Kettemann im Vortrag nach, dass es im Internetregime zu einem normative turn gekommen ist: Aus den Eigengesetzlichkeiten der normativen Ordnung des Internets bringen die technischen wie informationsgesellschaftlichen Prägekräfte durch Prozesse lernender Normativität Regeln hervor, deren Validität durch ordnungsimmanente Prinzipien getestet werden kann. Das Internet entwickelt legitime Normativität also (auch) aus sich heraus. Das ist vielversprechender als die autonome Emergenz des Bewusstseins Künstlicher Intelligenz und erlaubt es, eine neue Theorie der normativen Ordnung des Internets beruhend auf einer Deonotologie des Digitalen zu formulieren.

Infos zur Veranstaltung

Adresse

Sigmund Freud Universität
Freudplatz 1
Raum 4013
1020 Wien

Ansprechpartner

PD Mag. Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard)
Senior Researcher "Regelungsstrukturen und Regelbildung in digitalen Kommunikationsräumen"

PD Mag. Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard)

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 36
Fax +49 (0)40 45 02 17 77

E-Mail senden

VIELLEICHT INTERESSIEREN SIE AUCH FOLGENDE THEMEN?

Newsletter

Infos über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Publikationen des Instituts.

NEWSLETTER ABONNIEREN!