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4.
Juni 2019

Digitalisierung und Datafizierung in der Gesundheitsförderung

In der Ringvorlesung zum Thema "Gesundheit verstehen – Digital Humanities im Dialog" der Uni Hamburg im SoSe 2019 spricht Dr. Claudia Lampert über Digitalisierung und Datafizierung in der Gesundheitsförderung.
Die Vorlesungsreihe findet jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr in der Edmund-Siemers-Allee West, Hörsaal 221, statt. Interessierte sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Programm als PDF

Gesundheit ist eine wesentliche Angelegenheit für jeden Menschen. Was als Gesundheit verstanden wird, wie sie genauer definiert werden kann und welche Aspekte in dieser Hinsicht wichtig sind, variiert hingegen enorm. Gleichzeitig versteht sich die Stadt Hamburg als eine Gesundheitsstadt, hat hier eine Vielzahl an Initiativen initiiert und signalisiert damit: Gesundheit ist auch gesellschaftlich eine wichtiges Thema. Sie wird von einer Vielzahl an Institutionen im Gesundheitswesen, aber auch darüber hinaus von Politiker*innen, Ökonom*innen, Wissenschaftler*innen aus allen Fachbereichen bearbeitet.

Das Verbundforschungsprojekt hermA greift die Relevanz des Themas Gesundheit in Zusammenarbeit der Disziplinen Computerlinguistik, Pflegewissenschaft, Informatik, Kulturanthropologie und Literaturwissenschaft auf. Vor dem Hintergrund stetig steigender Textmengen in der Gesundheitskommunikation in ganz unterschiedlichen Gattungen – vom Fachtext oder Arztbrief bis hin zum Internetforum oder auch Roman – setzt das Projekt an im Spannungsfeld von messbaren bzw. mit dem Computer auswertbaren Informationen und der Notwendigkeit zu interpretieren. Im Kern des Forschungsprojektes steht die Frage, wie sich zum besseren Verständnis verschiedener Dimensionen von Gesundheit automatisierte, computergestützte Auswertungsverfahren und hermeneutische Verfahren wechselseitig befruchten können.

Die Ringvorlesung schließt hier thematisch an, indem sie Beiträge aus unterschiedlichen Bereichen der Digital Humanities zusammenführt mit Beiträgen, die aus verschiedenen Perspektiven auf das Thema Gesundheit schauen. Damit wird das Spektrum verschiedener Ansätze zur Analyse und Auswertung von gesundheitsbezogener Kommunikation aufzeigt. Gemeinsames Element der verschiedenen Perspektiven ist die Verbindung von digitalen und nicht-digitalen Ansätze im Verstehen von Gesundheit und damit verbunden auch Konzepten für Verbesserungen im Gesundheitswesen.

02.04.2019
(abweichend in Raum ESAW-220)
Gesundheit verstehen. Einführung in die Ringvorlesung
Prof. Dr. Gertraud Koch, Prof. Dr. Heike Zinsmeister
Forschungsverbund Automatisierte Modellierung hermeneutischer Prozesse – Der Einsatz von Annotationen für sozial- und geisteswissenschaftliche Analysen im Gesundheitsbereich (hermA)
Universität Hamburg

09.04.2019
Wissen wie zu überleben. Erzählen über Gesundheit und Krankheit
Prof. Dr. Gerhard Lauer
Professur für Digital Humanities
Universität Basel

16.04.2019
Serialität der Singularität: Korpusanalyse narrativer Muster in Geburtsberichten
Prof. Dr. Noah Bubenhofer
Leitung des Forschungs- und Arbeitsschwerpunktes Digital Linguistics am Language Competence Center (LCC) des Departements Angewandte Linguistik
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

23.04.2019
Sentimentanalyse von medizinischen Narrativen
Prof. Dr. Kerstin Denecke
Professur für Medizininformatik
Berner Fachhochschule

30.04.2019
Quantitative Dramenanalyse: Ein explorativer Zugang zu Gesundheit in literarischen Texten
Dr. Nils Reiter
Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung

Universität Stuttgart
07.05.2019
Big Data und Digital Health
Prof. Dr. Martin Spindler
Institut für Statistik und Hamburg Centre für Health Economics
Universität Hamburg

14.05.2019
Digitalisierung und (Re-)Professionalisierung ärztlichen Handelns
JProf. Dr. habil. Caroline Ruiner, Ronny Ehlen M.A.
Juniorprofessur Soziologie mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationssoziologie
Universität Trier

21.05.2019
Ethische Auseinandersetzung mit technischen Assistenzsystemen in der Pflege
Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler
Lehrstuhl für gemeindenahe Pflege
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar

28.05.2019
(abweichend in Raum ESAW-220)
Pflegerische Versorgungskonzepte der Zukunft für ländliche Räume
Dr. Adina Dreier-Wolfgramm
Universität Greifswald / Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

04.06.2019
Digitalisierung und Datafizierung in der Gesundheitsförderung
Dr. Claudia Lampert
Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut

18.06.2019
Digitale Therapien. Zu den Implikationen intelligenter Systeme in der Bewegungsrehabilitation
Dr. Martina Klausner
Institut für Europäische Ethnologie
Humboldt-Universität zu Berlin

25.06.2019
Kurven, Scores, Apps – kulturanthropologische Einblicke in die Datafizierung von Körper und Gesundheit
Dr. Katrin Amelang
Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft
Universität Bremen

02.07.2019
Sprachtechnologische Ansätze zur automatischen Erkennung psychologischer Merkmale und psychischer Krankheiten
Prof. Dr. Chris Biemann, Dirk Johannßen M.Sc.
Language Technology Group
Universität Hamburg

Koordination:
Dr. Lina Franken, Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie, Universität Hamburg
Dr. Evelyn Gius, Institut für Germanistik, Universität Hamburg
Prof. Dr. Gertraud Koch, Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie, Universität Hamburg
Prof. Dr. Heike Zinsmeister, Institut für Germanistik, Universität Hamburg
Prof. Dr. Uta Gaidys, Department Pflege und Management, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
 

Infos zur Veranstaltung

Adresse

Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1 West, Hörsaal 221
20146 Hamburg

Ansprechpartner

Dr. Claudia Lampert
Senior Researcher Mediensozialisation & Gesundheitskommunikation

Dr. Claudia Lampert

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 - 92
Fax +49 (0)40 45 02 17 - 77

c.lampert@hans-bredow-institut.de

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