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Medien und wissenschaftliche Kommunikation

Medien und wissenschaftliche Kommunikation

Welchen Einfluss übt externe Wissenschaftskommunikation, also die Verbreitung wissenschaftlicher Inhalte über journalistische Medien und Social Media, auf den Impact von Publikationen aus und wie tragen redaktionelle Auswahlprozesse dazu bei? Das Verbundprojekt „MeWiKo“, gefördert durch das BMBF, erfasst systematisch die Rolle und Aktivitäten der Akteure der externen Wissenschaftskommunikation und die Zitationsmechanismen in der wissenschaftlichen Kommunikation, ordnet sie ein und erzeugt Transparenz über diese das Wissenschaftssystem prägenden Prozesse.

Das am Hans-Bredow-Institut angesiedelte Teilprojekt des Verbundes befasst sich mit den redaktionellen Auswahl-Praktiken und Relevanzeinschätzung von Wissenschaftsjournalisten. Mit Hilfe einer Redaktions-Ethnographie sowie einer Befragung von Wissenschaftsjournalisten in Deutschland sollen maßgebliche ressortspezifische Nachrichtenfaktoren identifiziert und weitere Aspekte erhoben werden, um den Einfluss externer Wissenschaftskommunikation auf den Impact von wissenschaftlichen Arbeiten modellieren zu können.

 
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Projektbeschreibung

Umgesetzt wird das am Hans-Bredow-Institut angesiedelte Teilprojekt einerseits über eine Ethnographie der Arbeit der Redakteurinnen und Redakteure im Science Media Center (SMC) und andererseits über eine standardisierte quantitative Befragung unter Wissenschaftsjournalist(inn)en in Deutschland. Für die Rekrutierung von Teilnehmer(inne)n wird die Zusammenarbeit mit einem Fachjournalist(inn)enverband, wie etwa der Wissenschaftspressekonferenz angestrebt. Das Hans-Bredow-Institut begleitet die Arbeit der Redaktion für eine Woche und untersucht mittels teilnehmender Beobachtung die Auswahlpraktiken und Relevanzeinschätzungen im Tagesgeschäft. Zum anderen wird ein Workshop mit Wissenschaftsjournalist(inn)en durchgeführt, in dem sie ihre Auswahlprozesse herausarbeiten und diese in Hinblick auf ihre eigene Rolle auf den Impact von wissenschaftlichen Arbeiten kritisch reflektieren. Diese methodischen Zugänge erlauben außerdem Einschätzungen darüber, welche Faktoren die Arbeit von Wissenschaftsjournalist(inn)en erleichtern/erschweren, und durch welche Informationen seitens der Wissenschaft die Qualität wissenschaftsjournalistischer Auswahlprozesse verbessert werden könnte.

Ethnographie der Arbeit der Redakteure im Science Media Center (SMC)

Das Hans-Bredow-Institut untersucht die Arbeit am SMC durch die Methode der Redaktionsethnographie ("newsroom ethnography"). Dabei werden die Arbeitsprozesse der Redakteurinnen und Redakteure am SMC über einen mehrwöchigen Zeitraum systematisch beobachtet, dokumentiert und qualitativ eingeordnet. Die beobachtenden Forscher(innen) führen ein Tagebuch über ihre Beobachtungen, welches auch subjektive Eindrücke und Einschätzungen enthält. Im besonderen Fokus der Beobachtung stehen die Auswahlprozesse der Redakteure, also welches Material als wissenschaftsjournalistisch relevant eingestuft wird.

Befragung von Wissenschaftsjournalist(inn)en zu redaktionellen Auswahlprozessen

Im Fokus der Befragungen stehen werden neben der Bandbreite der genutzten Kanäle für die Auswahl von Inhalten besonders die Kriterien, die für den Auswahlprozess explizit eine Rolle spielen und welche Faktoren sie den klassischen journalistischen Nachrichtenwert mit ressortspezifischen Anforderungen kombinieren.

Workshop mit Wissenschaftsjournalist(inn)en

Das Hans-Bredow-Institut führt einen Workshop mit Wissenschaftsjournalist(inn)en und Forscher(inne)n auf dem Gebiet Wissenschaftskommunikation durch. Ziel dieses Workshops ist neben dem fachlichen Austausch ein Dialog über die wechselseitigen Erwartungen von Wissenschaftler(inne)n und Journalist(inn)en, und über kommunikative Missverständnisse, die zwischen beiden Seiten mitunter bestehen.

 

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 2018-2021

Forschungsprogramm:
FP3 - Wissen für die Mediengesellschaft

Drittmittelgeber

Bundministerium für Bildung und Forschung, Förderlinie „Quantitative Wissenschaftsforschung"

Kooperationspartner

ZBW Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft Kiel (Prof. Dr. Isabella Peters)
Christian-Albrechts-Universität Kiel (Dr. Athanasios Mazarakis)
Science Media Center Köln (Dr. Meik Bittkowski)
Kompetenzzentrum Digitale Dienstleistungssysteme, Universität Leipzig (Dr. Christian Zinke)

Ansprechpartner

Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Senior Postdoc

Dr. Jan-Hinrik Schmidt

Hans-Bredow-Institut
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. (+49 40) 45 02 17-83
Fax (+49 40) 45 02 17-77

j.schmidt@hans-bredow-institut.de

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