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Journalismus und sein Publikum: Die Re-Figuration einer Beziehung und ihre Folgen für journalistische Aussagenentstehung

Journalismus und sein Publikum: Die Re-Figuration einer Beziehung und ihre Folgen für journalistische Aussagenentstehung

Zwar sind verschiedene Formen der „Vermessung“ wie auch der Beteiligung des Publikums schon länger Bestandteil journalistischer Routinen. Die Re-Figuration der Publikumsbeziehung im Journalismus ist jedoch gekennzeichnet durch eine grundlegende Erweiterung der journalistischen Aufgabe der Produktion und Verbreitung von Inhalten, etwa um Anschlusskommunikation, Vernetzung, Interaktion oder gar Kollaboration von und mit Nutzern zu ermöglichen und zu managen. Dies hat nachhaltigen Einfluss darauf, wie Journalismus, seine Produkte, Leistungen und übergeordnete gesellschaftliche Funktion „gedacht“, erstellt, verbreitet, genutzt und beurteilt werden. Diese Re-Figuration verläuft allerdings weder in allen journalistischen Organisationen noch bei allen Journalistinnen und Journalisten gleichzeitig und gleichförmig. So stellen insbesondere journalistische Startups oft ein neues Verständnis der Beziehung zum Publikum in den Mittelpunkt ihrer Vorstellungen und Organisation von Journalismus.

Das von der DFG-geförderte Projekt, das im Rahmen des Forschungsverbunds Kommunikative Figurationen entstand, betrachtet diese Phänomene als miteinander verschränkt und berücksichtigt dies in einem empirisch-analytischen Dreischritt. Erstens werden die Publikumsbeziehungen von Journalisten in all ihren Facetten rekonstruiert (journalistisches Rollenverständnis, Publikumsbild, Beteiligungsformen, Datafizierung des Publikums etc.). Zweitens wird analysiert, wie diese Beziehungen die journalistische Aussagenentstehung beeinflussen. Beides wird drittens im Vergleich verschiedener organisationaler Zusammenhänge untersucht, in denen Journalisten arbeiten: in etablierten Medienorganisationen bzw. journalistischen Startups. Dazu werden Interviews mit Journalisten über die Entstehung einzelner Beiträge geführt und kombiniert mit einer Tagebuch-App, in der sie relevante Publikumskontakte dokumentieren und evaluieren. Inhaltsanalysen der Beiträge und zugehöriger Publikumsäußerungen sollen durchgeführt und Netzwerkanalysen zur publikumsseitigen Verbreitung der Beiträge in sozialen Netzwerken vorgenommen werden.
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Projektbeschreibung

wird ergänzt

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 2018-2021

Forschungsprogramm:
FP1 - Transformation öffentlicher Kommunikation

Drittmittelgeber

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Kooperationspartner

Ansprechpartner

Prof. Dr. Wiebke Loosen
Senior Postdoc

Prof. Dr. Wiebke Loosen

Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 - 91
Fax +40 (0)40 45 02 17 - 77

w.loosen@hans-bredow-institut.de

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