Medien und ihre Wissenschaften – Medienforschung in Hamburg

Ringvorlesung des Forschungszentrums für Medien und Kommunikation, einer gemeinsamen Initiative von Universität Hamburg, Hans-Bredow-Institut und Hamburg Media School, im Sommersemester 2009.

Ort: Edmund-Siemers Allee 1, Agathe-Lasch-Hörsaal / B

Zeit: Mittwochs 18-20 Uhr, Start 8. April 2009

Programm

Hamburg stellt mit seinen großen Verlagshäusern, mit seiner großen Mehrländeranstalt, dem Norddeutschen Rundfunk, dem großen Film-Fernseh-Studio-Komplex Studio Hamburg, zahlreichen kleineren Film- und Fernsehproduktionsfirmen und Online-Anbietern, mit den großen Verlagshäusern im Pressewesen und in der Buchproduktion eines der bundesdeutschen Zentren der Medienproduktion dar. Es ist von Hamburg als einem wichtigen „Medienstandort“ im scharfen Wettbewerb der Metropolen die Rede.

Charakterisierungen der gegenwärtigen Gesellschaft lauten häufig "Informationsgesellschaft", "Kommunikationsgesellschaft" oder "Mediengesellschaft". Die Kommunikation mit Hilfe technisch-apparativer Medien wie Film, Radio, Fernsehen oder Internet hat nicht nur die gesellschaftliche Selbstverständigung im öffentlichen und privaten und ökonomischen Bereich verändert, die Medien durchdringen inzwischen alle Bereiche von Politik, Wirtschaft, Kultur und Alltag und haben diese teilweise tiefgreifend verändert. Diese "Medialisierung" hebt die gewachsene Bedeutung der Medien – damit sind vor allem die technisch-apparativen Medien gemeint – hervor. Die audiovisuellen Medien sowie der Telekommunikationsbereich mit den digitalen Verschränkungen bilden expandierende und prosperierende Wirtschaftsbereiche.

Medienprodukte weisen zudem ökonomische Besonderheiten auf, die ein besonderes Marketing-Management erfordern – so sind Stars als Marken zu verstehen oder Medienservices optimal zu bepreisen.

An der Universität bilden sich diese vielfältigen und vernetzten Prozesse in Forschung und Lehre auf ebenso vielfältige Art und Weise quer durch die Fakultäten ab. Die Ringvorlesung stellt einige Richtungen, Ansätze und Fragestellungen vor, die hier verfolgt werden und sich seit Anfang 2009 im neu gegründeten Forschungszentrum für Medien und Kommunikation bündeln.

Programm

I. Einführung

8.4.2009
Prof. Dr. Knut Hickethier, Institut für Medien und Kommunikation:
„Medienforschung für die Mediengesellschaft: im Zentrum der Universität – Einstieg und Überblick.“

II. Medien- und Kommunikationswissenschaften

15.4.2009
Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung:
„Mediennutzung in konvergierenden Medienumgebungen.“

22.4.2009
Prof. Dr. Hans-Peter Rodenberg, Institut für Anglistik und Amerikanistik:
„Technological Development and Reporting in Film and Television.” 

29.4.2009
Dr. Hans-Ulrich Wagner, Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks
in Norddeutschland:
„Wozu Mediengeschichte? - Positionen und Perspektiven.“

6.5.2009
Prof. Dr. Thomas Hengartner, Institut für Volkskunde / Kulturanthropologie:
„Medien und Alltag - Alltag und Medien.“

13.5.2009
Prof. Dr. Irene Neverla, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft:
„Wozu Gesellschaft Journalismus braucht - Was Journalismus aus unserer Gesellschaft macht.“

III. Politisch-ökonomische Rahmenbedingungen

20.5.2009
Prof. Dr. Joan Kristin Bleicher, Institut für Medien und Kommunikation:
„Aktuelle Herausforderungen der Fernsehforschung.“

27.5.2009
Dr. Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung:
„Recht im Medienwandel: Zwischen Steuerung und Anpassung.“

10.6.2009
Prof. Dr. Armin Rott, Hamburg Media School:
„Nachfrageschätzung und Nachfrageprognose von Medienprodukten: Das Beispiel Fußball-Länderspiele.“

IV. Medien und Marketing

17.6.2009
Prof. Dr. Henrik Sattler, Institut für Marketing und Medien, Lehrstuhl für BWL - Marketing & Branding:
„Aktuelle Forschungsprojekte zum Medienmarketing.“

24.6.2009
Prof. Dr. Michel Clement, Institut für Marketing und Medien, Lehrstuhl für Marketing und Medienmanagement:
„Die Wirkung von Buchkritikern auf den Absatz.“

V. Mediale Anwendungsbereiche

1.7.2009
Jun-Prof. Dr. Sabine Trepte, Fachbereich Psychologie, Arbeitsbereich Sozialpsychologie:
„Warum wir gern fernsehen, uns im Internet produzieren und mit Computerspielen die Welt vergessen - Ein Überblick zur Medienpsychologie!“

8.7.2009
Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Medienpädagogik und Ästhetische Bildung:
„Medienpädagogik: Erziehungswissenschaftliche Fragestellungen im Kontext aktueller Informations- und Kommunikationstechnologie.“

15.7.2009
Prof. Dr. Gabriele Klein, Fachbereich Bewegungswissenschaft, Arbeitsbereich Kultur, Medien und Gesellschaft:
„Bild und Bewegung. Medientheoretische Aspekte der Bewegungsforschung.“