Language Governance in Digital Culture

Vortrag und Gespräch mit Thomas Petzold am Dienstag, 13. April 2010, 11-13 Uhr im Hans-Bredow-Institut, Anmeldung unter

 

Thomas Petzold, der derzeit am ARC Centre of Excellence for Creative Industries and Innovation an der Queensland University of Technology in Australien promoviert, war am Dienstag, den 13. April 2010, 11-13 Uhr, im Hans-Bredow-Institut zu Gast und sprach zum Thema "Language Governance in Digital Culture".

Thomas Petzold analysierte in seinem etwa 45-minütigen Vortrag, welche Teilnehmer (Individuen sowie Institutionen) in der digitalen Kultur in welcher Form über die Partizipation von Sprachen entscheiden und welche Konsequenzen dies für andere Teilnehmer sowie Gesellschaften hat. Er fragte danach, wer wesentlichen Einfluss auf die Etablierung von Vereinbarungen, Prozeduren, Konventionen und Richtlinien ausübt und damit darüber entscheidet, welche Sprachen/Sprachgemeinschaften online partizipieren. Thomas Petzold hat eine kurze Einführung zu den dominanten Modellen in diesem Bereich gegeben und dann anhand ausgewählter praktischer Beispiele (Google, Wikipedia, BBC ...) erläutert, welche wesentlichen Entwicklungen existieren und zu erwarten sind.

Hintergrundinfo: Auf http://qut.academia.edu/ThomasPetzold/Papers finden sich zwei Artikel: Das erste ('36 Million Language Pairs') diskutiert die dominanten Modelle der Language Governance in der digitalen Kultur mit besonderem Blick auf die Frage linguistischer Vielfalt online. Das zweite ('Geolinguistic analysis of the WWW') stellt zwei Techniken zur empirischen Untersuchung sowie Visualisierung der geo-linguistischen Entwicklung des WWW dar, im Speziellen zwischen den unterschiedlichen Wikipedia-Sprachversionen.

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