Kommunikationsfreiheit in Israel

Kolloquium mit Dr. Elad Peled, Visiting Fellow am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg, zum verfassungsrechtlichen Schutz der Kommunikation in Israel, am Donnerstag, den 26. Januar 2012, 18-20 Uhr, in der Bibliothek des Hans-Bredow-Instituts

Obwohl die Kommunikationsfreiheit in Israel niemals als explizite Garantie im Recht des Staates Israel verankert war und bewusst nicht in die Verfassung aufgenommen wurde, spielt sie doch in der Rechtsprechung eine bedeutsame Rolle. Ihr Status und ihr Schutzbereich sind allerdings Gegenstand heftiger Kontroversen und zwar sowohl innerhalb der Rechtswissenschaft als auch auf gesellschaftlicher Ebene.

Der Vortrag in englischer Sprache hat grundsätzliche Aspekte der Kommunikationsfreiheit in Israel dargestellt und erläutert, wie das Verständnis der Kommunikationsfreiheit durch ausländische Rechtstraditionen beeinflusst wurde, welche Bedeutung die sozialen und politischen Realitäten bei der Entwicklung in unterschiedlichen historischen Phasen hatte, welche unterschiedlichen theoretischen Begründungen der Kommunikationsfreiheit eine Rolle spielen und welche Konflikte sich in Abwägung mit anderen Rechten ergeben.

Dr. Elad Peled, Visiting Fellow am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg, erhielt den Abschluss LL.B., magna cum laude, von der Hebrew University of Jerusalem (2003), seinen LL.M. von der New York University (2006) und promovierte an der University of Haifa (PhD, 2010). Praktische rechtliche Erfahrungen sammelte er u. a. als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Israeli Supreme Court, als Berichterstatter und Kommentator der Publikation "International Law and Domestic Courts" von Oxford University Press sowie als Mitglied des Editorial Board der englischsprachigen Israeli Law Review an der Hebrew University. Elad Peled forscht derzeit vor allem zum „defamation law“ und lehrt in diesem Feld und insgesamt zum Bereich „Tort law“ an israelischen rechtswissenschaftlichen Fakultäten. In den genannten Rechtsbereichen hat er eine Monografie und zahlreiche Aufsätze in Israel und den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Dr. Peled ist Mitglied der Deutsch-Israelischen Anwaltsvereinigung.