„Hoffnungslos altmodisch: Braucht das deutsche Medienrecht eine Reform?“

Öffentliche Life-Diskussion am 29. August 2008, 19.15 bis 20 Uhr, aus dem Kulturkaufhaus Dussmann, Berlin. Es diskutierten: Manfred Bissinger (Publizist, Hoffmann und Campe), Tissy Bruns (leitende Redakteurin, Tagesspiegel), Hans Janke (Fernsehspielchef ZDF) und Dr. Wolfgang Schulz (Direktor Hans-Bredow-Institut).

  • Life-Sendung im Deutschlandfunk als mp3-Datei

Ein verstaubtes Regelwerk sei es, das deutsche Medienrecht und unrettbar verkompliziert. Spätestens seit den jüngsten Verhandlungen über eine Reform des Rundfunkstaatsvertrags werden die Stimmen immer lauter, die seine grundsätzliche Überholung verlangen. Das Internet, so die Grundthese, führe den alten Rundfunkbegriff ad absurdum. Die heftigen Auseinandersetzungen zwischen privaten Medienunternehmern und öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten um die Online-Aktivitäten Letzterer sprechen Bände. „Wir haben das beste Rundfunksystem der Welt“, sagt dagegen Staatsrechtler Bernd Holznagel. Wer eine grundlegende Reform fordere, habe eine völlige Kommerzialisierung der Medien im Sinn.

Die Veranstaltung wurde live in der Deutschlandfunk-Sendereihe "Das Medienquartett - Medien und Medienpolitik zur Diskussion" ausgestrahlt.

Moderator: Christian Floto, Deutschlandfunk