Hans-Bredow-Institut für Medienforschung

Stellungnahme von Prof. Dr. Wolfgang Schulz zum "Netzwerkdurchsetzungsgesetz"

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Mit den Entwurf für ein "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" reagiert die Bundesregierung auf Hass und Falschmeldungen in Sozialen Medien. Das Gesetz hat Kritik im Hinblick auf die Meinungsfreiheit hervorgerufen, vor allem, weil es Anreize schafft, Inhalte auf Hinweis im Zweifel zu löschen, auch wenn sie nicht rechtswidrig sind. Die (englischsprachige) Stellungnahme von Prof. Dr. Wolfgang Schulz analysiert den Entwurf. Sie wurde der EU Kommission, die den Gesetzesentwurf gerade in einem Notifizierungsverfahren prüft, und dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz zur Verfügung gestellt.

Löschungen und Sperrungen von Beiträgen und Nutzerprofilen durch Betreiber sozialer Netzwerke

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In der Zeitschrift Computer und Recht (CR) ist nun ein Artikel erschienen, der von unseren (ehemaligen) Studierenden im Rahmen der Nachwuchsförderung verfassst wurde

Elsaß, Lennart/Labusga, Jan-Hendrik/Tichy, Rolf, Löschungen und Sperrungen von Beiträgen und Nutzerprofilen durch die Betreiber sozialer Netzwerke : Rechtliche Möglichkeiten des Vorgehens vor dem Hintergrund von Hate Speech, Fake News und Social Bots, in: Computer und Recht (CR) 2017, S. 234–241.

Tipp: Out of the Dark

Berlin, 26.4.2017. Digitaler Salon des HIIG zum Darknet, Französische Straße 9, ab 18:30 Uhr

Ob wirklich verfolgt von autoritären Regimes oder gefühlt unter ständiger Beobachtung: Immer mehr Menschen fordern ihr Recht auf Anonymität ein. Das Darknet bietet durch Verschlüsselungs-technologien einen wichtigen Schutzraum für AktivistInnen und WhistleblowerInnen. Aber auch der Schwarzmarkt profitiert von dieser Infrastruktur: Hier lassen sich Waffen, Drogen oder falsche Identitäten so einfach bestellen wie Bücher auf Amazon. Illegale Produkte sind nur wenige Klicks entfernt und werden statt von finsteren Gestalten per Post geliefert. Doch wie effektiv ist der Schutz des Zwiebelbrowsers wirklich, und wem nützt das digitale Dickicht? Gefährdet der Kampf gegen Cyberkriminalität am Ende die freie Kommunikation im Netz? Was können wir tun, damit diese Technologien nicht weiter in Verruf geraten und weiterhin unsere Anonymität schützen?

Digitaler Salon – Out of the Dark

Mittwoch, 26. April 2017 | 19:00 Uhr

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)

Französische Straße 9 | 10117 Berlin

Die Moderatorin Katja Weber diskutiert u.a. mit:

• Christian Mihr, Geschäftsführer, Reporter ohne Grenzen

• Meropi Tzanetakis, Lehrbeauftragte, Institut für Strafrecht und Kriminologie an der Uni Wien

Die Einführung gibt Katharina Beitz, Mitarbeiterin im Forschungsbereich Internetbasierte Innovation am HIIG.

Digital | #DigSal | Livestream unter www.hiig.de

Video | Vergangene Sendungen auf YouTube

Jeden letzten Mittwoch im Monat stellen sich unsere Gäste den ‚Fragen zur vernetzten Gegenwart‘. In unserer Diskussionsreihe beleuchten wir Netz-Phänomene, erörtern Vor- und Nachteile technischer Veränderungen und geben Denkanstöße. Teilen auch Sie Ihre Meinung vor, während und nach der Sendung direkt auf unserer Webseite, über Social Media oder per Postkarte. Der Digitale Salon wird veranstaltet vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und produziert von der Kooperative Berlin.

Mediennutzung von Menschen mit Beeinträchtigungen

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Artikel von Sebastian Adrian, Sascha Hölig, Uwe Hasebrink, Ingo Bosse und Annegret Haage zu "Medienbezogenen Handlungen, Barrieren und Erwartungen einer heterogenen Zielgruppe", MediaPerspektiven 3/2017, S. 145-156, zum Download

Lineares Programmfernsehen ist für Menschen mit Beeinträchtigungen das mit Abstand meist genutzte Medium. Angebote zum zeitversetzten Ansehen fernsehbezogener Bewegtbildinhalte spielen nur eine untergeordnete Rolle. Dementsprechend ist auch das live ausgestrahlte Programmfernsehen der Ort, an dem gleichberechtigte Teilhabe gewünscht wird. Neben dem Fernseher ist das Radio das am häufigsten verfügbare Mediengerät beeinträchtigter Menschen.

Die Studie der Technischen Universität Dortmund und des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung an der Universität Hamburg liefert erstmals deutschlandweit aussagekräftige Daten zur Mediennutzung, zu den Nutzungsmotiven und -erwartungen sowie zu den individuellen Zugangs- und Nutzungsbarrieren von Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen (Sehbeeinträchtigungen/Blindheit, Hörbeeinträchtigungen/Gehörlosigkeit, körperliche und motorische Beeinträchtigungen sowie Lernschwierigkeiten). Neben einer Expertenbefragung und Gruppendiskussionen wurden 610 Personen ab 14 Jahren face-to-face befragt.

Fernsehen hat für Menschen mit Beeinträchtigungen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung auch einen höheren funktionalen Stellenwert. Bemerkenswert ist nicht nur die größere Zustimmung zu den Nutzungsmotiven des Fernsehens, sondern auch die im Vergleich zur Gesamtbevölkerung andere Gewichtung dieser Gründe. Gerade die stärkere Relevanz des Motivs „um mitreden zu können“ zeigt, dass das Fernsehen für Menschen mit Beeinträchtigungen eine wichtige Ressource darstellt, um gesellschaftliche Teilhabe herzustellen.  Ein Großteil der Menschen mit Beeinträchtigungen ist mit der Barrierefreiheit im deutschen Fernsehen zufrieden, wobei die Befragten wesentlich zufriedener mit den öffentlich-rechtlichen Programmen sind als mit den Privatsendern. Vor allem für Hörbeeinträchtigte sind Untertitel und Audiodeskription wie auch Gebärdensprachdolmetschung hilfreich. Je nach Beeinträchtigung ergeben sich unterschiedliche medienbezogene Herausforderungen, um Inklusion und Teilhabe zu fördern.

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Studentische/r Mitarbeiter/in (Sozialwissenschaften)

Hamburg, 06.04.2017. Am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung ist ab Mai die Stelle eines/r Studentische/n Mitarbeiters/in (Sozialwissenschaften) zu besetzen.

Aufgabenbereich

Als studentische Mitarbeiter/in am Hans-Bredow-Institut unterstützen Sie verschiedene Projekte aus dem Umfeld der sozialwissenschaftlichen Forschung, insbesondere zur Mediennutzungsforschung im Kompetenzbereich „Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen“,  …

  •  … durch Recherchen nach Literatur und relevanten Studien;

  •  … durch die Mitarbeit an Datenerhebungen und -auswertungen;

  •  ... durch die Mitarbeit an Berichten, Vorträgen und Publikationen.

Die Tätigkeit bietet einen fundierten Einblick in die Arbeit eines interdisziplinär arbeitenden Forschungsinstituts sowie in ein hochgradig aktuelles und dynamisches Feld unserer Medienwelt.

Anforderungen

  • Studium der Kommunikationswissenschaft, Erziehungswissenschaft oder eines anderen gesellschaftswissenschaftlichen Fachs mit Medienbezug;
  • Kenntnisse der Methoden quantitativer und/oder qualitativer Sozialforschung;
  • Interesse an mediensozialisatorischen Fragenstellungen

Besetzungszeitpunkt

ab Mai 2017

Beschäftigungsdauer

zunächst 6 Monate mit einem Umfang (nach Absprache) von ca. 40 bis 60 Stunden pro Monat. Die Möglichkeit zur Verlängerung ist gegeben; eine längerfristige Beschäftigung als studentische Hilfskraft wird angestrebt.

Vergütung

Die Vergütung richtet sich nach den Sätzen der Universität Hamburg für studentische Hilfskräfte (derzeit 9,71 EUR/Stunde).

Bewerbungen

Bewerbungen mit knappem Lebenslauf und Auflistung der bisherigen Studienergebnisse senden Sie bitte bis 30.4.2017 per E-Mail an Dr. Claudia Lampert.

14 Millionen für besser informierte öffentliche Kommunikation

Hans-Bredow-Institut Gründungmitglied der NEWS INTEGRITY INITIATIVE (NII)

Hamburg, 3.4.2017. Das Hans-Bredow-Institut beteiligt sich an der neu gegründeten „News Integrity Initiative“ (NII), die von Facebook und weiteren Unternehmen mit 14 Millionen Dollar finanziert wird. Die neu gegründete Organisation NII ist ein internationales Konsortium, das auf weltweiter Ebene das Ziel verfolgt, Nachrichtenkompetenz zu fördern, Vertrauen in Journalismus  zu stärken und zu einer Verbesserung der Informationsgrundlage für öffentliche Debatten beizutragen.

Die Initiative wird Forschungs- und Praxisprojekte und den Austausch zwischen Medienunternehmen, Forschung, Journalismus und zivilgesellschaftlichen Organisationen fördern. Die „News Integrity Initiative“ wird als unabhängiges Projekt beim Tow-Knight Center for Entrepreneurial Journalism der Graduate School of Journalism der City University of New York (CUNY) angesiedelt, das von Professor Jeff Jarvis geleitet wird. Diese universitäre Einrichtung wird die Aktivitäten der „News Integrity Initiative“ – Forschung, spezielle Entwicklungsprojekte, Veranstaltungen – koordinieren.

Möglich wurde die Gründung dieser Initiative durch eine Gruppe von Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen und verschiedenen gemeinnützigen Organisationen, die gemeinsam einen Fonds mit 14 Millionen US-Dollar eingerichtet haben. Die Gründungsförderer sind Facebook, der Craig Newmark Philanthropic Fund, die Ford Foundation, die John S. and James L. Knight Foundation, die Tow Foundation, AppNexus, Mozilla und Betaworks.

Zu den ersten Partnerorganisationen, die zum Aufbau der Initiative beitragen, Veranstaltungen organisieren und Forschungs- und Entwicklungsprojekte anregen werden, gehören die folgenden:

•    Constructive Institute, Dänemark

•    European Journalism Centre, Niederlande

•    Fundación para el Nuevo Periodismo Iberoamericano, Kolumbien

•    Hamburg Media School, Deutschland

•    Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Deutschland

•    International Center for Journalists, USA

•    News Literacy Project, USA

•    Polis, London School of Economics, Großbritannien

•    Sciences Po, Frankreich

•    Society of Publishers in Asia, China

•    Trust Project, USA

•    Walkley Foundation, Australien

•    Weber Shandwick, USA

•    Wikipedia-Gründer Jimmy Wales

•    United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), Frankreich

Zu den wichtigen Zielen des Hans-Bredow-Instituts gehört die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich die Gesellschaft unter veränderten Medienbedingungen informiert. Dazu gehören etwa

Für das Hans-Bredow-Institut ist die Beteiligung an dieser Initiative eine weitere Möglichkeit, die Befunde seiner Forschung auf internationaler Ebene in den Austausch mit Medienunternehmen, Journalismus und Zivilgesellschaft einzubringen und damit dazu beizutragen, dass die gesellschaftliche Selbstverständigung und Meinungsbildung auf möglichst informierter Grundlage erfolgt.

14 Millionen für besser informierte öffentliche Kommunikation

Hans-Bredow-Institut Gründungmitglied der NEWS INTEGRITY INITIATIVE (NII)

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Hamburg, 3. April 2017. Das Hans-Bredow-Institut beteiligt sich an der neu gegründeten „News Integrity Initiative“ (NII), die von Facebook und weiteren Unternehmen mit 14 Millionen Dollar finanziert wird. Die neu gegründete Organisation NII ist ein internationales Konsortium, das auf weltweiter Ebene das Ziel verfolgt, Nachrichtenkompetenz zu fördern, Vertrauen in Journalismus  zu stärken und zu einer Verbesserung der Informationsgrundlage für öffentliche Debatten beizutragen. Die Initiative wird Forschungs- und Praxisprojekte und den Austausch zwischen Medienunternehmen, Forschung, Journalismus und zivilgesellschaftlichen Organisationen fördern. Die „News Integrity Initiative“ wird als unabhängiges Projekt beim Tow-Knight Center for Entrepreneurial Journalism der Graduate School of Journalism der City University of New York (CUNY) angesiedelt, das von Professor Jeff Jarvis geleitet wird. Diese universitäre Einrichtung wird die Aktivitäten der „News Integrity Initiative“ – Forschung, spezielle Entwicklungsprojekte, Veranstaltungen – koordinieren.

Möglich wurde die Gründung dieser Initiative durch eine Gruppe von Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen und verschiedenen gemeinnützigen Organisationen, die gemeinsam einen Fonds mit 14 Millionen US-Dollar eingerichtet haben. Die Gründungsförderer sind Facebook, der Craig Newmark Philanthropic Fund, die Ford Foundation, die John S. and James L. Knight Foundation, die Tow Foundation, AppNexus, Mozilla und Betaworks.

Zu den ersten Partnerorganisationen, die zum Aufbau der Initiative beitragen, Veranstaltungen organisieren und Forschungs- und Entwicklungsprojekte anregen werden, gehören die folgenden:

•    Constructive Institute, Dänemark

•    European Journalism Centre, Niederlande

•    Fundación para el Nuevo Periodismo Iberoamericano, Kolumbien

•    Hamburg Media School, Deutschland

•    Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Deutschland

•    International Center for Journalists, USA

•    News Literacy Project, USA

•    Polis, London School of Economics, Großbritannien

•    Sciences Po, Frankreich

•    Society of Publishers in Asia, China

•    Trust Project, USA

•    Walkley Foundation, Australien

•    Weber Shandwick, USA

•    Wikipedia-Gründer Jimmy Wales

•    United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), Frankreich

Zu den wichtigen Zielen des Hans-Bredow-Instituts gehört die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich die Gesellschaft unter veränderten Medienbedingungen informiert. Dazu gehören etwa

Für das Hans-Bredow-Institut ist die Beteiligung an dieser Initiative eine weitere Möglichkeit, die Befunde seiner Forschung auf internationaler Ebene in den Austausch mit Medienunternehmen, Journalismus und Zivilgesellschaft einzubringen und damit dazu beizutragen, dass die gesellschaftliche Selbstverständigung und Meinungsbildung auf möglichst informierter Grundlage erfolgt.

Kostenfrei zu bestellen: CD "Flucht und Vertreibung im Rundfunk"

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Ist die Lage von Flüchtlingen in Deutschland heute wirklich neu? Oder gibt es nicht zeit- und länderübergreifende Ähnlichkeiten? Wo liegen Spezifika, wo Parallelen von Flucht- und Integrationsprozessen in Geschichte und Gegenwart? Antworten auf diese Fragen und Anregungen zu Diskussionen bietet die neue CD zum Thema „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“, die von Alina Laura Tiews konzipiert wurde und die das Hans-Bredow-Institut mit Unterstützung der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD herausgibt. Klangbeispiele / Infoblatt

Die CD enthält Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks, die die Aufnahme und Erfahrungen deutscher Flüchtlinge und Vertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg behandeln. Zu hören sind sowohl Produktionen des Rundfunks in den westlichen Besatzungszonen und der Bundesrepublik als auch des Rundfunks in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. So verfolgt die CD die Kommunikation über die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 im Massenmedium der Zeit, dem Radio. Sie leistet deshalb Aufklärung über die zeit- und medienhistorische Situation, wirft aber ebenso Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart auf.

Ein begleitendes Booklet gibt ausführliche historische Hintergrundinformationen und wissenschaftliche Kommentare an die Hand. Damit werden die Audioausschnitte in ihren Kontext gestellt und können komfortabel für journalistische und Bildungszwecke herangezogen werden.

Kostenlose CD abholen oder bestellen

Die CD kann kostenfrei beim Hans-Bredow-Institut abgeholt oder durch Zusendung eines frankierten Rückumschlags (DinA5, frankiert mit EUR 1,45 für 1 Exemplar) bestellt werden:

Hans-Bredow-Institut
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Bei Bestellung mehrerer Exemplare wenden Sie sich bitte zur Klärung der Höhe der Frankierung des Rückumschlags an oder 040 45 02 17 11.

Projektergebniss zum Download: Zur Relevanz von Online-Intermediären für die Meinungsbildung

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von Jan-Hinrik Schmidt, Lisa Merten, Uwe Hasebrink, Isabelle Petrich, Amelie Rolfs, erschienen in der Reihe Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts als Nr. 40, März 2017. zum Download

Das Hans-Bredow-Institut auf der Jahrestagung 2017 der DGPuK

Thema: Vernetzung: Stabilität und Wandel gesellschaftlicher Kommunikation

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Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Hans-Bredow-Instituts sind als Referent(inn)en und Podiumssprecher(innen) auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e. V. (DGPuK) vertreten. Thema der Tagung, die von Donnerstag, den 30.3., bis Samstag, den 1.4., an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf stattfindet: „Vernetzung: Stabilität und Wandel gesellschaftlicher Kommunikation“. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präsentieren auf der DGPuK2017 einige aktuelle Projekte, zu denen am Hans-Bredow-Institut geforscht wird. #DGPuK2017 auf Twitter

ALMI - Studie zur Relevanz von Online-Intermediären für die Meinungsbildung

Das Panel A20 am Samstag, den 1.4., mit dem Titel „Nutzung von Intermediären“ bestreiten Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Lisa Merten und Prof. Dr. Uwe Hasebrink mit einem Vortrag zu Informationsintermediären und Meinungsbildung: Kommunikationsarchitektur, Relevanz und reflektierte Nutzung.

Von 9:30 bis 11:00 Uhr geht es in diesem Panel um die Bedeutung von Intermediären (Google, Facebook & Co.) bei der Informationssuche. Können Intermediäre Wahlen entscheiden und Meinung lenken? 

Journalismusforschung

Dr. Wiebke Loosen nimmt am Samstag, dem 1.4., von 16:00 bis 17:15 Uhr an der Podiumsdiskussion „Bürgerjournalismus? Medienverdrossenheit? Verrohung der öffentlichen Debatte? Auf der Suche nach einem neuen Verhältnis von Journalisten und Bürgern“ teil. Zusammen mit Arne Busse (Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn), Jürgen Brautmeier (Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, Düsseldorf), Marc Jan Eumann (Staatssekretär im Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien von NRW) und Valerie Weber (Hörfunkdirektion des WDR) geht es um das wichtige Thema Vertrauen.

Die Medien würden in einer Vertrauenskrise stecken, so heißt es. Doch ist das wahr? Konnte ein Vertrauensverlust schon wissenschaftlich nachgewiesen werden? Und wenn ja: Welche Rolle spielen Intermediäre, über die man hört, dort kursierten nur Fake-News in Filterblasen? Welcher Verantwortung müssen sich Journalistinnen und Journalisten stellen?

Aktuelle Projekte im Bereich Journalismusforschung am Hans-Bredow-Institut

Algorithmed Public Spheres

Dr. Cornelius Puschmann vertritt das Hans-Bredow-Institut am 30.3. als Mit-Organisator der Pre-Conference "Publikationsstrategien in der Kommunikationswissenschaft" und als Chair des Panels 4 der Pre-Conference „Impact und Bibliometrie“ und des Panel A16 "Widersprüche und Konflikte unter Online-Bedingungen" am 1.4.

Am Hans-Bredow-Institut forscht Cornelius Puschmann zu Algorithmen in digitaler Kommunikation. Denn Algorithmen sin dam Werk, wo immer Informationen in digitaler Form verarbeitet werden. Aber was sind Algorithmen, wer entwickelt sie, und wie wirken sie sich auf unsere Kommunikation und unser Verständnis von Öffentlichkeit aus? Im Postdoc-Kolleg des Hans-Bredow-Instituts „Algorithmed Public Spheres“ arbeiten internationale Forscher aus unterschiedlichen Fachbereichen daran, diesen Fragen gemeinsam nachzugehen.

Von unseren Kolleginnen und Kollegen an der Universität Hamburg sind auf der DGPuK vertreten:

Prof. Dr. Katharina Kleinen-von Königslöw, Professorin am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft (IJK) der Universität Hamburg, ist als Chair für die Sitzung „Vernetzte Gesellschaft“ am Freitag, dem 31.3., von 15:30 bis 17:00 Uhr verantwortlich. Der Schwerpunkt ihrer Professur liegt auf der Erforschung von digitalisierter Kommunikation, besonders unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

Das Panel A22 „Theorie und Methodologie kommunikativer Vernetzung“ am Samstag, dem 1.4., von 11:30 bis 13:00 Uhr betreut als Chair Prof. Dr. Michael Brüggemann, ebenfalls vom IJK der Universität Hamburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Klima- und Wissenschaftskommunikation, die transnationale Kommunikation und die Transnationalisierung von Öffentlichkeiten sowie der Wandel des Journalismus im Zeitalter digitaler Kommunikation.

SAVE THE DATE: Künstliche Intelligenz statt menschlicher Dummheit?

8. Hamburger Mediensymposium am 13.6.2017, veranstaltet vom Hans-Bredow-Institut, der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg

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Wie verändert die Digitalisierung öffentliche Kommunikation? Fake News, Hate Speech, Social Bots: Die Technisierung der öffentlichen Kommunikation zeigt derzeit viele, oft negativ geprägte Phänomene. Meist werden technische Systeme dabei als Ursache ausgemacht, auch wenn sie nur tatsächliche gesellschaftliche Probleme sichtbar machen oder verstärken. Wie Big Data und Algorithmen auch Potenziale für das (kommunikative) Gemeinwohl entfalten können, zeigt sich in einer aktuellen Kooperation des Hans-Bredow-Instituts mit dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Das Hamburger Mediensymposium 2017 am 13. Juni 2017 ab 13.30 Uhr ab 13.30 Uhr in der Handelskammer Hamburg will diese Potenziale anhand ausgesuchter Beispiele und Anwendungsfelder aufzeigen. Anmeldemöglichkeit und Programm demnächst hier.

Zu Beginn des Symposiums wird ein Software-Tool vorgestellt, das Journalistinnen und Journalisten bei der Auswertung von Nutzerkommentaren hilft. Vor diesem Hintergrund wird diskutiert, wie man künstlicher Intelligenz beibringt, Normen und Werte zu respektieren.

In seinem zweiten Teil wendet sich das Symposium medienökonomischen Fragen zu und legt offen, wie ökonomische Mechanismen hinter den Kulissen den Qualitätsjournalismus durch Inhalte wie Fake News, (politisches) Content Marketing und Hate Speech gefährden.

Zum Schluss soll es um die Frage gehen, wie traditionelle Unternehmen sich mit Hilfe neuer, datengetriebener Geschäftsmodelle weiter entwickeln können und welche Werkzeuge ihnen helfen, den Wert von Daten zu heben. Nicht zuletzt wird die Rolle der (Informatik-) Ausbildung thematisiert: Es braucht geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um Innovation und Kreativität in den digitalen Medien zum Leben zu erwecken.

SAVE THE DATE: Künstliche Intelligenz statt menschlicher Dummheit?

Hamburg, 13.6.2017. 8. Hamburger Mediensymposium, veranstaltet vom Hans-Bredow-Institut, der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg zur Frage, wie die Digitalisierung öffentliche Kommunikation verändert. Programm und Anmeldemöglichkeit in Kürze HIER

Wann: Dienstag, 13. Juni 2017, 13.30 Uhr
Wo: Handelskammer Hamburg

Fake News, Hate Speech, Social Bots: Die Technisierung der öffentlichen Kommunikation zeigt derzeit viele, oft negativ geprägte Phänomene. Meist werden technische Systeme dabei als Ursache ausgemacht, auch wenn sie nur tatsächliche gesellschaftliche Probleme sichtbar machen oder verstärken.

Wie Big Data und Algorithmen auch Potenziale für das (kommunikative) Gemeinwohl entfalten können, zeigt sich in einer aktuellen Kooperation des Hans-Bredow-Instituts mit dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Das Hamburger Mediensymposium 2017 will diese Potenziale anhand ausgesuchter Beispiele und Anwendungsfelder aufzeigen.

Zu Beginn des Symposiums wird ein Software-Tool vorgestellt, das Journalistinnen und Journalisten bei der Auswertung von Nutzerkommentaren hilft. Vor diesem Hintergrund wird diskutiert, wie man künstlicher Intelligenz beibringt, Normen und Werte zu respektieren.

In seinem zweiten Teil wendet sich das Symposium medienökonomischen Fragen zu und legt offen, wie ökonomische Mechanismen hinter den Kulissen den Qualitätsjournalismus durch Inhalte wie Fake News, (politisches) Content Marketing und Hate Speech gefährden.

Zum Schluss soll es um die Frage gehen, wie traditionelle Unternehmen sich mit Hilfe neuer, datengetriebener Geschäftsmodelle weiter entwickeln können und welche Werkzeuge ihnen helfen, den Wert von Daten zu heben. Nicht zuletzt wird die Rolle der (Informatik-) Ausbildung thematisiert: Es braucht geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um Innovation und Kreativität in den digitalen Medien zum Leben zu erwecken.

Medienschnack: Instagram, Chatbots und Virtual Reality im Journalismus – Spielzeug oder Revolution?

Hamburg, 5.4.2017. Gemeinsame Veranstaltung des Fachschaftsrats des Master-Studiengangs Journalistik an der Universität Hamburg und des Hans-Bredow-Instituts für Studierende

Über Podiumsdiskussionen mit spannenden Journalisten zu wichtigen journalistischen Zukunftsthemen sollen Studierende auch die Möglichkeit haben, Kontakte in die Arbeitswelt zu knüpfen. Der erste Medienschnack fand statt am 5. April 2017 um 18.30 Uhr in der Bibliothek des Hans-Bredow-Instituts (Rothenbaumchaussee 36, 20148 Hamburg).

Das Thema des Abends lautete: Instagram, Chatbots und Virtual Reality im Journalismus – Spielzeug oder Revolution?

Podiumsgäste waren:

Marcel Bohnensteffen (Sport.1/Huffington Post)

Katharina Hölter (bento/Spiegel Online)

Prof. Dr. Boris Tolg (HAW Hamburg)

Moderation: Jessica Szczakiel, Freie Journalistin und Mitglied im Fachschaftsrat Journalistik der Universität Hamburg

Studie zur Relevanz von Online-Intermediären für die Meinungsbildung veröffentlicht

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Auch wenn die Nutzung von Intermediären weit verbreitet ist, sind Online-Intermediäre in der Regel nicht zentrale Quellen des Informationsrepertoires zu gesellschaftlich relevanten Ereignissen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Hans-Bredow-Institut (Dr. Jan-Hinrik Schmidt / Lisa Merten / Prof. Dr. Uwe Hasebrink) durchgeführte Studie, die im Auftrag der Medienanstalten entstand. Nachdem erste Ergebnisse der qualitativen Studie bereits in einer Veranstaltung der Medienanstalten „Intermediäre und Meinungsbildung“ im November 2016 vorgestellt wurden, ist nun auch der wissenschaftliche Endbericht online verfügbar.

Die Studie basiert auf Gruppen- und Einzelinterviews mit insgesamt 27 Befragten und verfolgte einen innovativen repertoire-orientierten Ansatz, gestützt auf visualisierte Medienrepertoirekarten der einzelnen Befragten (siehe Abbildung).

Auch wenn Intermediäre Informations- und Kommunikationspraktiken mittlerweile in vielfältiger Weise durchdringen und somit aus den Prozessen der Meinungsbildung nicht mehr wegzudenken sind, entkräften die Ergebnisse die Befürchtungen der einseitigen Meinungsbildung durch algorithmisch generierte Filterblasen. Intermediäre sind nur ein Baustein im Prozess der Meinungsbildung und greifen an verschiedenen Stufen dieses Prozesses unterschiedlich stark ein: Alle Intermediäre sind bei ihren Nutzerinnen und Nutzern Teil der Wissens- und Informationssuche, wenngleich sie sich unterschiedlich gut für unterschiedliche Informationsbedürfnisse eignen. Insbesondere Facebook und YouTube, in Teilen auch Instant-Messaging-Plattformen unterstützen – gerade auch im Zusammenspiel mit journalistisch-publizistischen Angeboten – die Wahrnehmung von gesellschaftlich geteilten Problemlagen, Deutungen und Meinungsverteilungen, indem sie Anschlusskommunikation von Teilen des Publikums sichtbar machen. Für die Formierung eigener Einstellungen und Meinungen sowie daraus resultierender Handlungsabsichten sind allerdings die Face-to-Face-Kommunikation mit dem eigenen sozialen Umfeld sowie die Berichterstattung publizistischer Medien, denen Vertrauen entgegengebracht wird, nach wie vor bedeutsam.

Mehr zu diesem Projekt

Suchmaschinen, Netzwerk- und Multimediaplattformen sowie Instant-Messaging-Dienste sind wesentliche Elemente des Kommunikations- und Informationsverhaltens online. Sie fungieren als Intermediäre, weil sie ihren Nutzern Inhalte aus zahlreichen unterschiedlichen Quellen erschließen, mit Hilfe von Algorithmen filtern und zu personalisierten Informationsangeboten bündeln. Online-Intermediäre tragen damit wesentlich zum gegenwärtig beobachtbaren Wandel von Öffentlichkeit bei.

Vor dem Hintergrund anhaltender öffentlicher Debatten über den Einfluss von Intermediären auf die Meinungsbildung wurde in der Studie mit qualitativen Verfahren untersucht, welchen Stellenwert diese Dienste im Informationsverhalten ihrer Nutzerinnen und Nutzer haben. Dazu wurden sechs Realgruppen rekrutiert, die unterschiedliche Altersstufen und politisches Engagement abdecken. Die Gruppendiskussionen und jeweils drei vertiefende Einzelinterviews mit Gruppenmitgliedern bildeten das empirische Datenmaterial, um drei Leitfragen zu beantworten.


Leitfrage 1: „Welche Relevanz haben Online-Intermediäre bei verschiedenen Nutzergruppen für die Information über gesellschaftlich relevante Fragen?“

Intermediärsnutzung ist weit verbreitet. Allerdings sind sie in der Regel nicht zentraler Teil des Informationsrepertoires zu gesellschaftlich relevanten Ereignissen. Die Ausnahme sind einzelne Nutzerinnen und Nutzer, deren starkes Nachrichteninteresse zu strategischer Intermediärsnutzung führt. Während Google und YouTube von fast allen Befragten habitualisiert genutzt werden, findet sich bei WhatsApp und insbesondere bei Facebook größere Varianz. Im Medienensemble der untersuchten Gruppen spielen lediglich Instant-Messenger eine tragende Rolle, indem sie den gruppenbezogenen Informationsaustausch und die Kommunikation über Alltagsthemen unterstützen.

 

Leitfrage 2: „Wie sind Online-Intermediäre und die über sie kommunizierten Inhalte in konkrete Praktiken und Netzwerke der Meinungsbildung eingebunden?“

Nutzerinnen und Nutzer befriedigen mit Hilfe der Intermediäre unterschiedliche Informationsbedürfnisse, teils durch gezielte Suche nach Informationen (v. a. bei Suchmaschinen, mit Abstrichen auch bei YouTube), teils durch die Konfrontation mit Informationen und Meinungen, die ungeplant (z. B. im Newsfeed von Facebook) bzw. durch andere angestoßen (z. B. durch WhatsApp-Nachrichten) erfolgt. Der Austausch mit (bekannten) Anderen über gesellschaftlich relevante Themen erfolgt am ehesten noch über die Messaging-Dienste sowie vereinzelt auf persönlichen Facebook-Profilen. Zur Meinungsbildung im engeren Sinne, also die Formierung eigener Einstellungen und Meinungen, halten die Befragten die Intermediäre für weniger wichtig als traditionelle journalistische Quellen und Face-to-Face-Austausch.

 

Leitfrage 3: „Welches Wissen über die technisch bedingten Selektionsleistungen von Online-Intermediären ist in verschiedenen Bevölkerungsgruppen vorhanden, und inwiefern geht solches (Nicht-)Wissen mit bestimmten Graden von reflektierter Nutzung der Online-Intermediäre einher?“

Die Befragten artikulierten zumindest für einzelne Intermediäre ein (Grund-)Wissen über die Funktionsweise, die Besitzverhältnisse bzw. Verflechtungen und Geschäftsmodelle sowie die Mechanismen von Selektion und Qualitätssicherung der vorfindbaren Inhalte. Oft ist die Wahrnehmung von personalisierter Werbung Anlass oder Gegenstand von Reflektion über die Funktionsweise von Intermediären. Die Befragten ziehen allerdings unterschiedliche Konsequenzen, etwa die bewusste Entscheidung gegen die Nutzung von Intermediären an sich, die Suche nach alternativen Diensten mit äquivalenten Funktionen bzw. Inhalten, aber höheren Datenschutz- oder Sicherheitsstandards, oder eine an die Bedenken angepasste Nutzung. 

 

Resümee zur Studie
Meinungsbildungsprozesse sind ohne Intermediäre nicht mehr denkbar, weil diese Informations- und Kommunikationspraktiken mittlerweile in vielfältiger Weise durchdringen. Zugleich sind Intermediäre aber nur ein Baustein im Prozess der Meinungsbildung und greifen an verschiedenen Stufen dieses Prozesses unterschiedlich stark ein: Alle Intermediäre sind bei ihren Nutzerinnen und Nutzern Teil der Wissens- und Informationssuche, wenngleich sie sich unterschiedlich gut für unterschiedliche Informationsbedürfnisse eignen. Insbesondere Facebook und YouTube, in Teilen auch Instant-Messaging-Plattformen unterstützen – gerade auch im Zusammenspiel mit journalistisch-publizistischen Angeboten – die Wahrnehmung von gesellschaftlich geteilten Problemlagen, Deutungen und Meinungsverteilungen, indem sie Anschlusskommunikation von Teilen des Publikums sichtbar machen. Für die Formierung eigener Einstellungen und Meinungen sowie daraus resultierender Handlungsabsichten sind allerdings die Face-to-Face-Kommunikation mit dem eigenen sozialen Umfeld sowie die Berichterstattung publizistischer Medien, denen Vertrauen entgegengebracht wird, nach wie vor bedeutsam.

Die Rolle konkreter Angebote lässt sich wie folgt zusammenfassen: Bei Google treffen die Omnipräsenz und Überlegenheit des Angebots, vor allem für gezielte Informationssuche zur Befriedigung thematischer Interessens- und konkreter Problemlösungsbedürfnisse, auf eher geringe Kompetenz im Umgang mit den Möglichkeiten, die die Suchmaschine bietet. Auf Facebook ist der Kontakt zu nachrichtlichen Inhalten in der Regel nicht Zweck der Nutzung, außer gesellschaftlich relevante Themen sind im eigenen Kontaktnetzwerk aktiviert. Eine Ausnahme sind allerdings die „strategischen“ informationsorientierten Nutzerinnen und Nutzer, die algorithmische Selektionseffekte auch reflektieren und in ihre Nutzung einbeziehen. Die Videoplattform YouTube wird zwar nicht vorrangig für meinungsbildende Inhalte genutzt, erschließt als Universalplattform aber solche Inhalte auch und ermöglicht die habitualisierte Nutzung (z. B. von News-YouTubern), die gezielte themenbezogene Suche oder auch das „Sich-Treiben-Lassen“ durch algorithmische Empfehlungen. WhatsApp hat eine große Bedeutung für den interpersonalen Austausch, dessen Potenzial für die gruppenbezogene Meinungsbildung – die weniger öffentlich als bei YouTube und Facebook stattfindet – gerade erst entdeckt wird, sich aber schon an Einzelbeispielen zeigt.

Tipp: Wie verändern Smartphone, Tablet & Co das Familienleben?

Köln, 6.-7.7.2017. Im Rahmen des Fachkonkgresses "Nur Mut! Hilfebeziehungen zwischen Zwang, Handlungsdruck und Achtsamkeit" hält Claudia Lampert einen Vortrag zum Thema "Wie verändern Smartphone, Tablet & Co das Familienleben?", mehr

Tipp: Keine soziale Teilhabe ohne digitale Teilhabe

Hamburg, 11.-12.5.2017.  DIVSI-Brucerius-Forums 2017 "Keine soziale Teilhabe ohne digitale Teilhabe", u.a. mit  einem Vortrag von Claudia Lampert zur "Teilhabe im Freundeskreis und in der Familie", mehr

Tipp: Gesundheitsförderung und digitale Medien

Hamburg, 6.4.2017. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung "Neue Wege in der Selbsthilfe" hielt Claudia Lampert das Impulsreferat zum Thema "Gesundheitsförderung und digitale Medien - Chancen, Grenzen, Herausforderungen", mehr

Society through the Lens of the Digital

Hannover, 31.5. bis 2.6.2017. Herrenhausen Conference der Volkswagen-Stiftung, organisisert von Prof. Dr. Armin Nassehi, Florian Süssenguth und Dr. Cornelius Puschmann

Tipp: Was uns auseinandertreibt. Hassreden im digitalen Zeitalter

Berlin, 21.4.2017. Veranstaltung der Stiftung Brandenburger Tor und der Schering Stiftung mit einer Podiumsdiskussion u.a. mit Dr. Cornelius Puschmann, um 18.00 Uhr, Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin

mehr zur Veranstaltung: http://stiftungbrandenburgertor.de/aktuell/was-uns-auseinandertreibt/

Tipp: 16.@kit Kongress

Köln, 11.-12.5.2017. 6. Forum Kommunikation & Recht #akit2017  auf Einladung von CMS Hasche Sigle mit einer Session in Kooperation mit dem Hans-Bredow-Institut (Stephan Dreyer) am 12.5. zum Thema "Digitaler Binnenmarkt oder zersplitterte Medienregulierung? Zur Zukunft des Herkunftslandprinzips"

  • Ort:  CMS Hasche Sigle, Kranhaus 1, Im Zollhafen 18, Köln

  • Veranstaltungsflyer

  • Link auf die Eventseite

  • Anmeldeschluss: 08.05.2017. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, siehe unten

Programm

Mittwoch, den 10. Mai 2017

19.00 Uhr     „Get-together“ der Konferenzteilnehmer auf Einladung von eyeo, Lichtstraße. 25, 50825 Köln

Donnerstag, den 11. Mai 2017

9.00 Uhr     Begrüßung
    Prof. Dr. Heinrich Amadeus Wolff, Universität Bayreuth, Erster Vorsitzender des @kit e.V.
    RA Torsten Kutschke, Chefredakteur “Kommunikation & Recht”
    Dr. Martin Vorsmann, Managing Partner, CMS Hasche Sigle, Köln

 9.15 Uhr     Der Digitale Mensch und der Netzbürger –wer denkt und wer lenkt
    Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann, LL.M.
    (Georgetown Univ.), Goethe Universität Frankfurt am Main
   
10.00 Uhr     Wie kommunikationsfeindlich ist der Datenschutz?
    Dr. Stefan Brink, Landesbeauftragter für den Datenschutz und die
    Informationsfreiheit, Stuttgart
   
11.00 Uhr     Kaffeepause
   
11.30 Uhr     Auskunftsansprüche gegenüber Bundesbehörden nach dem Informationsfreiheitsgesetz – aktuelle Fragestellungen
    Dr. Ansgar Koreng, JBB Rechtsanwälte, Berlin
    Dr. Christian Mensching, Redeker Sellner Dahs, Bonn
   
12.30 Uhr     Update für das Kartellrecht: Auswirkungen der GWB-Novelle auf die IT- und Medienbranche
    Prof. Dr. Rupprecht Podszun, Universität Düsseldorf
   
13.30 Uhr     Mittagessen
  
14.30 Uhr     Gaming meets Law – Spezielle Rechtsfragen der Entwicklung und Vermarktung von digitalem Content
    Konstantin Ewald, Osborne Clarke, Köln
    Tobias Haar, LL.M. , MBA, Syndikusrechtsanwalt, Vorstandssprecher Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU), Berlin
   
15.30 Uhr     Urhebervertragsrecht in der Reform – Mehr Geld für Kreative oder nur mehr Arbeit für alle?
    Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer, Universität zu Köln
   
16.30 Uhr     Kaffeepause
   
17.00 Uhr     Rechtsprechung des EuGH zu Intermediäre
    Prof. Dr. Nikolaus Forgò, Leibniz Universität Hannover

ab 19.30 Uhr: Abendessen auf Einladung von united-domains

Freitag, den 12. Mai 2017

9.00 Uhr     Transparenz als Herausforderung: Die Informations- und Meldepflichten der DSGVO aus Unternehmenssicht
    Michael Kamps, CMS Hasche Sigle, Köln
    Dr. Florian Schneider, CMS Hasche Sigle, Hamburg
   
10.30 Uhr     Kaffeepause
   
10.45 Uhr     Social Bots, FakeNews und Hatespeech
    Robert Golz, LL.M. (Auckland), Härting Rechtsanwälte, Berlin
  
11.30 Uhr     Digitaler Binnenmarkt oder zersplitterte Medienregulierung? Zur Zukunft des Herkunftslandprinzips
    Session in Kooperation mit dem Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Hamburg, mit Stephan Dreyer
   
12.15 Uhr     Kaffeepause
   
12.45 Uhr     Die Grenzen der Exklusivität in der Sportberichterstattung
    Dr. Dieter Frey, Frey Rechtsanwälte, Köln

   
13.45 Uhr     Mit Recht gegen Links – Neue Haftungsrisiken für Hyperlinks
    Joerg Heidrich, Heise Medien GmbH & Co. KG, Hannover
    Peter Hense, Spirit Legal, Leipzig

14.45 Uhr     Schlussworte; Ende der Veranstaltung

Informationen zu Preisen und Anmeldung:

@kit-Mitglieder ((Promotions-)Studenten und Referendare)     39 €
(Promotions-)Studenten und Referendare (Nachweis)     44 €
@kit-Mitglieder und Abonnenten der K&R, InTer, RAW oder WRP, Behördenvertreter (zzgl. MwSt.)     329 €
Teilnahmegebühr regulär (zzgl. MwSt.)     529 €

Der Preis schließt Veranstaltungsunterlagen und die Pausenverpflegung mit ein. Die Teilnahmegebühr bitten wir erst nach Erhalt der Rechnung zu überweisen. Eine Teilnahmebestätigung nach § 15 FAO wird erteilt (vorbehaltlich der Anerkennung durch die für Sie zuständige RAK).

Anmeldung über:

Herrn Torsten Kutschke
Deutscher Fachverlag GmbH
Mainzer Landstraße 251, 60326 Frankfurt am Main
Telefon: 069/7595-1151, E-Mail:

Früh- / Mehrbucherrabatt:

Frühbucherrabatt 5% bei Buchung bis 01.04.2017, Mehrbucherrabatt 5%
bei Anmeldung von mehr als 2 Teilnehmern einer Kanzlei/eines Unternehmens ab
dem 3. Teilnehmer (unabhängig vom Frühbucherrabatt)

Stornierung:

Die Anmeldung ist übertragbar. Bei Stornierung bis zum 28.04.2017 wird
eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50,- € erhoben. Danach und bei Nichterscheinen

eines Teilnehmers ist die volle Teilnahmegebühr zu entrichten.

Unsere Sponsoren im Jahr 2017:

CMS, eyeo, Härting, JBB Rechtsanwälte, united domains, LOGIN Partners,

FREY Rechtsanwälte, LECARE GmbH, SPIRIT LEGAL

Unsere Medienpartner im Jahr 2017:

Telemedicus, MIR, Boorberg, Hans-Bredow-Institut