Newsletter des Hans-Bredow-Instituts 01.04.2014

Aktuelles

Neues EU-Projekt MIRACLE zu interoperablen Alterskennzeichnungen

Altersbewertungen und -kennzeichen werden in vielen Ländern als Informationsbasis für Anbieter, Händler und Eltern genutzt. Sie sollen über mögliche jugendschutzrelevante Inhalte eines Medienprodukts aufklären oder an die technischen Schutzmaßnahmen anknüpfen. Diese Altersklassifizierungen sind meist für das jeweilige Land oder System gedacht und werden in Form von Alterszahlen, Symbolen oder anderen visuellen Kennzeichen vergeben. Das von der EU-Kommission kofinanzierte Pilotprojekt MIRACLE (Machine-readable and Interoperable Age Classification Labels in Europe) unter Leitung des Hans-Bredow-Instituts will nun an dem in vielen Ländern bestehenden Klassifikationswissen anknüpfen und mithilfe eines Datenmodells die aus unterschiedlichen Systemen stammenden Alterseinstufungen technisch interoperabel machen. ...mehr

Projektergebnisse: Regulierungsbedarf im Schweizer Jugendmedienschutz

Studie des Hans-Bredow-Instituts zu Entwicklungs- und Nutzungstrends im Bereich digitaler Medien und Herausforderungen für den Jugendmedienschutz veröffentlicht

Pornografie, ungewollte Kontakte im Internet, Datenschutz: Dies sind zentrale Probleme, denen sich der Jugendmedienschutz in der Schweiz aktuell gegenübersieht. Zu diesem Schluss kommen Experten des Hans-Bredow-Instituts und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die im Rahmen des Schweizer nationalen Programms "Jugend und Medien" eine Studie erstellt haben zu den technologischen Entwicklungs- und Nutzungstrends von digitalen Medien sowie den sich daraus ergebenden Herausforderungen für den Kinder- und Jugendmedienschutz. ...mehr

Vorschulkinder (2-5 Jahre) und Eltern für Interviews zur mobilen Gerätenutzung gesucht!

Im Rahmen des vom BMFSFJ geförderten Projekts „Jugendmedienschutz und Medienerziehung in digitalen Medienumgebungen“  führt das Hans-Bredow-Institut eine qualitative Studie zum Thema „Mobile Internetnutzung im Alltag von Kindern und Jugendlichen“ durch. Im Zentrum steht die Frage, welche Bedeutung das mobile Internet im Alltag von Kindern und Jugendlichen einnimmt und wie Kinder, aber auch Eltern, Lehrer und andere Pädagogen damit umgehen. Dabei steht der Gebrauch von Smartphones und Tablets im Vordergrund. Da mobile Endgeräte bereits von Vorschulkindern bedient werden können, möchten wir im Zeitraum 12.-28. März erstmals auch Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren beim Umgang mit Smartphones und Tablets beobachten und mit einem Elternteil über die Nutzung mobiler Geräte durch ihre Kinder sprechen. ...mehr

Veranstaltungen

Save the Date: 5. Hamburger Mediensymposium „Wie informiert sich die Gesellschaft? Aktuelle Befunde und Perspektiven"

veranstaltet vom Hans-Bredow-Institut, der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg, am Mittwoch, den 11. Juni 2014, ab 13.30 Uhr in der Handelskammer Hamburg.

In der Folge der tiefgreifenden Umbrüche im Medien- und Kommunikationsangebot entwickeln sich neue kommunikative und informationsbezogene Praktiken. Mit ihnen ändern sich die Voraussetzungen für die öffentliche Meinungsbildung und die Informiertheit der Gesellschaft. Die daraus resultierenden Fragen sind Thema des 5. Hamburger Mediensymposiums: Wie und über welche Endgeräte nutzen die Menschen Nachrichten? Welcher Stellenwert kommt verschiedenen Anbietern und Plattformen bei der Meinungsbildung der Bevölkerung zu? Wie spielen professioneller Journalismus und nutzergenerierte Inhalte zusammen? Und welche neuen Anknüpfungspunkte ergeben sich daraus für die Medienpolitik? ...mehr

Hans-Bredow-Institut und HIIG richten Internet Research 17 in Berlin aus

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und das Hans-Bredow-Institut werden die  Internet Research 17 Conference im Oktober 2016 in Berlin ausrichten, gab die Association of Internet Researchers (AoIR) bekannt. Erwartet werden bis zu 500 Wissenschaftler aus allen Bereichen der Internetforschung. Die AoIR ist die weltgrößte und zugleich älteste Vereinigung für Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen, die das Internet und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft systematisch erforschen. ...mehr

Tipp: Ohne Facebook keine Freunde?

Veranstaltung im Julius-Leber-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung heute, am 1. April 2014, 19.00 Uhr, Rathausmarkt 5 in Hamburg, u. a. mit Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hans-Bredow-Institut) und Dr. Gunnar Bender (Facebook Deutschland) ...mehr

Tipp: "Internet-Nicht-Nutzung" auf der Re:publica 14

Session mit 5 Internetforscherinnen, darunter Nele Heise und PD Dr. Wiebke Loosen vom Hans-Bredow-Institut, zum Thema “'Into the Wild? Nicht mit mir!' – Warum Menschen das Netz (oder Teile davon) nicht nutzen", 6.-8. Mai 2014 (genaueres Datum + Uhrzeit folgen). ...mehr

Publikationen

Erscheint Ende April: Heft 2/2014 Medien & Kommunikationswissenschaft

mit einem Editorial und Statistik zur Redaktionsarbeit sowie Artikeln zur medialen Selbstinszenierung der Bundeswehr gegenüber Jugendlichen, zur Wirkung von Medienbeiträgen mit Emotionalisierungspotenzial auf Emotionen, politische Partizipationsabsichten und weiterführende Informationssuche, mit einer Untersuchung zur außerschulischen Medienkompetenzarbeit und mit bibliometrischen Befunden zur kommunikationswissenschaftlichen Fachgeschichte. ...Inhaltsverzeichnis

The Independence of the Media and its Regulatory Agencies 

Shedding New Light on Formal and Actual Independence against the National Context; hrsg. von Wolfgang Schulz, Peggy Valcke und Kristina Irio. Die Unabhängigkeit der Medien ist lebensnotwendig für Demokratien, und Gleiches gilt für ihre Aufsichtsbehörden. Die Publikation zum EU-Projekt "Indikatoren für Unabhängigkeit und Effektivität der audiovisuellen Regulierungsstellen (INDIREG)" erläutert die komlexen Beziehungen zwischen Medien-Governance und unabhängigen Medienaufsichtsbehörden in Europa  ...mehr 

Tipp: Journalismus und (sein) Publikum

Der Band, hrsg. von Wiebke Loosen und Marco Dohle, bietet Analysen an der Schnittstelle zwischen Journalismusforschung und Rezeptions- und Wirkungsforschung, Studien zu den gewandelten Kommunikationsverhältnissen im Online-Zeitalter und einen Ausblick auf neue Forschungsfelder in der Kommunikationswissenschaft ...mehr

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hans-Bredow-Instituts in den Medien  

Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ZDF-Staatsvertrag

Für Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, haben die Karlsruher Richter ein gutes Urteil zum ZDF-Staatsvertrag gefällt. Er hat die Klägerseite, also die Länder Rheinland-Pfalz und Hamburg, in Karlsruhe vertreten. ...mehr

Social Media-Daten in der Forschung

Unter welchen Bedingungen Wissenschaftler Daten von Facebook oder Twitter nutzen dürfen, ist bislang nicht verbindlich geregelt. Nele Heise, Wissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut, erläutert im Gespräch auf DRadio Wissen, welche ethischen Fragen beim Umgang mit Big Data eine Rolle spielen. ...mehr 

Ausgedient? Das Radio in der digitalen Welt

In einem Radio-Essay für die Sendung "MEHRSPUR. Radio reflektiert" auf SWR2 spricht Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, über die veränderte gesellschaftliche Bedeutung des Radios. Nachzuhören und nachzulesen über Dokublog. ...mehr

10 Jahre Facebook

Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Wissenschaftlicher Referent für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut, war am 3. Februar 2014 Gast in der Sendung "Hörer im Gespräch - 10 Jahre Facebook" auf WDR 5 LebensArt und stand Rede und Antwort zu dem Netzwerk, das unseren Alltag und unsere Kommunikation geprägt hat. Im heute journal vom 4. Februar beantwortete er zudem 5 Fragen zum Thema (ab Min. 20).