Privat und Öffentlich-Rechtlich – Wie das duale Rundfunksystem in der Bundesrepublik eingeführt wurde

Privaten Rundfunk gibt es in der Bundesrepublik erst seit gut 30 Jahren. Lang genug, um in einem medienhistorischen Projekt zu fragen, wie und warum das „duale Rundfunksystem“ eingeführt wurde.

Medienpolitische Weichenstellungen, juristische Entscheidungen, technische Entwicklungen und ein gesellschaftlich-kultureller Wandel führten in den 1980er Jahren zur Einführung des „dualen Rundfunksystems“ in der Bundesrepublik. Private Rundfunkanbieter mussten eine Lizenz von den neuen öffentlich-rechtlich organisierten Medienanstalten in den Bundesländern erhalten. Auf dem Markt konkurrieren seither die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und private, kommerzielle und nicht-kommerzielle Rundfunkanbieter miteinander. Welche politischen Entscheidungen wurden von wem gefällt? Und welche technischen Entwicklungen trieben die rundfunkgeschichtliche Entwicklung in den 1970/80er Jahren voran?

Dieses Kapitel der jüngeren Mediengeschichte ist noch wenig bearbeitet, viele Quellen sind nicht gesichert. Die Forschungsstelle Mediengeschichte unternimmt daher erste Vorstudien zum Thema und hilft, Dokumentenbestände zu sichern.

Publikationen

  • Wagner, H.-U.; Hammann, K. (Hrsg.) (2016): Zeitzeugen der Hamburger Mediengeschichte. Dr. Helmut Haeckel über das Hamburgische Mediengesetz und die Arbeit der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM). Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut 2016 (= Nordwestdeutsche Hefte zur Rundfunkgeschichte; 9) (online).

  • Wagner, H.-U.; Hammann, K. (2016): „Ein Stück Hamburg retten“. Helmut Haeckel und der private Rundfunk. In: Hamburger Flimmern, Nr. 23, November 2016, S. 36-39.  

Ansprechpartner

Dr. Hans-Ulrich Wagner

Forschungsstelle Mediengeschichte
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