Kompetenzbereiche

Kompetenzbereiche sind dadurch gekennzeichnet, dass sich das Institut in diesen besondere Expertise sowie enge Kooperationsnetzwerke erarbeitet hat, so dass hier neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt auch transferorientierte Aktivitäten eine große Rolle spielen.

Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen

In diesem Bereich werden die Forschungs- und Transferprojekte koordiniert und gebündelt, die sich mit Fragen der Mediensozialisation, der Medienerziehung sowie der Evaluation und Weiterentwicklung des Jugendmedienschutzsystems in digitalen Medienumgebungen befassen. Bei dieser Thematik kann das Institut seine transdisziplinäre Kompetenz in rechts- und kommunikationswissenschaftlicher Hinsicht besonders fruchtbar einbringen. In den letzten Jahren konnten mehrere Projekte für das BMFSFJ, das Schweizerische Bundesamt für Sozialversicherungen und das ZDF durchgeführt werden; auch die Mitwirkung des Instituts an dem europäischen Forschungsverbund EU Kids Online fließt in die Arbeit ein. Ein größeres Projekt für die EU-Kommission zu den Möglichkeiten und zur Ausgestaltung grenzüberschreitender Online-Kennzeichnungen wurde soeben bewilligt. Das Institut ist in vielfältiger Weise mit Vorträgen, Diskussionsbeiträgen und Publikationen an den öffentlichen und politischen Diskussionen zur Weiterentwicklung des Jugendmedienschutzes beteiligt.

Bearbeiter/in: Stephan Dreyer (Ansprechpartner), Uwe Hasebrink, Joana Kühn, M.A., Claudia Lampert, Dipl.-Päd. Marcel RechlitzHermann-Dieter Schröder, Wolfgang Schulz

Internet und Gesellschaft

Die Verflechtung des Alltags mit digitalen Netzwerk-Infrastrukturen und das Zusammenspiel von soziokulturellen, technischen und rechtlichen Normen sind Thema dieses Bereichs, der eine Brücke zum Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) in Berlin bildet. Viele Aktivitäten in diesem Schwerpunkt sind Gemeinschaftsprojekte mit dem HIIG. Untersuchungsgegenstand war z. B. die Petitionsplattform des Deutschen Bundestags: Neben der Untersuchung allgemeiner Muster des Zeichnungsverhaltens sollte die Studie insbesondere Aufschluss darüber geben, ob es durch die Einführung der pseudonymen Zeichnungsmöglichkeit zu einer Zunahme von Zeichnungen kam und wie diese Möglichkeit von den Nutzern der Plattform beurteilt wird.
Die Projekte tragen auch zu den beiden Forschungsprogrammen bei.

Bearbeiter/in: Stephan Dreyer, Martin Lose, Markus Oermann, Jan-Hinrik Schmidt, M. F. Schroeder, Wolfgang Schulz (Ansprechpartner), Lennart Ziebarth

 

Public Service und Public Value

In zahlreichen Studien, Expertisen und Gutachten befasst sich das Institut kontinuierlich mit der Frage, wie am Gemeinwohl orientierte Medien den Herausforderungen des technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandels gerecht werden können und worin genau der demokratische, soziale und kulturelle Wert verschiedener Angebote der öffentlichen Kommunikation liegt. Eine besondere Rolle spielen dabei auch international vergleichende Analysen der Umsetzung des Public Service-Prinzips. In diesem Zusammenhang arbeitet das Institut eng mit Public Service-Anbietern, der Medienpolitik und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.

Bearbeiter: Uwe Hasebrink, Hermann-Dieter Schröder, Wolfgang Schulz, Hans-Ulrich Wagner (Ansprechpartner)

Gesundheitskommunikation

Das Interesse des Instituts an dem Zusammenhang zwischen Medien und Gesundheit ergibt sich aus vielfältigen Hinweisen auf die Relevanz der Medienberichterstattung für die Herausbildung gesundheitsrelevanter Einstellungen sowie für die Information über gesundheitsfördernde Verhaltensweisen. Die Perspektive des Instituts ist dabei durch eine Kombination kommunikationswissenschaftlicher und erziehungswissenschaftlicher Ansätze geprägt. Nach Abschluss eines im DFG-Schwerpunktprogramm „Wissenschaft und Öffentlichkeit“ geförderten Projekts „Zur Rolle von Onlinemedien bei der Herstellung von Vertrauen in medizinisches Wissen“ bearbeitet das Institut derzeit ein Teilprojekt im Rahmen des auf mehrere Jahre angelegten und von der Deutschen Krebshilfe geförderten „Kompetenznetzwerks Komplementärmedizin in der Onkologie (KOKON)“ (www.kompetenznetz-kokon.de), in dem einerseits die Darstellung und Wahrnehmung von Komplementärmedizin in den Medien untersucht und andererseits ein zielgruppenspezifisches Konzept zur Information von Krebspatienten und Angehörigen entwickelt wird. Weitere Projekte in diesem Bereich galten dem Gesundheitsverhalten schwer erreichbarer Bevölkerungsgruppen sowie der Frage, wie gesundheitsorientierte Informations- und Aufklärungsangebote für solche schwer erreichbaren Zielgruppen gestaltet werden können.

Bearbeiter/innen: Claudia Lampert (Ansprechpartnerin), Michael Grimm, Stefanie Wahl

Forschungsstelle Mediengeschichte

Website der Forschungsstelle

Mit der Forschungsstelle Mediengeschichte, einem Kooperationsprojekt mit der Universität Hamburg und dem NDR, setzt das Institut seit mehreren Jahren auch Akzente in der historischen Forschung zu Medienentwicklungen.