Journalism: New Organisational Models, Changing Audience Relationships, and their Effect on Journalistic Output

In diesem Projektvorhaben, das im Rahmen des Forschungsverbunds „Kommunikative Figurationen“ entwickelt wurde wird die Transformation der Beziehung zwischen dem Journalismus und seinem Publikum untersucht. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass sich durch Internet und soziale Medien der Raum kommunikativer Möglichkeiten für die Interaktion zwischen Journalismus und Publikum deutlich ausgeweitet hat: Die Journalismus/Publikum-Beziehung ist nicht mehr allein/vorrangig durch massenmediale Kommunikationsformen geprägt, sondern zunehmend auch durch sozialmediale. Hierbei werden (zumindest) Teile des Publikums sichtbar(er); es wird selbst journalismusähnlich aktiv, kommentiert und bewertet journalistische Beiträge, dient als Quelle, Impulsgeber für journalistische Thematisierungsprozesse und als „Drehkreuz“ für die Verbreitung von Inhalten. Im Zuge dieser Entwicklungen wird die Beziehung zwischen Journalismus und Publikum dynamisiert: Es entstehen (auf beiden Seiten) neue, vielfältige Rollen und Rollenerwartungen und damit veränderte Konstellationen zwischen journalistischen Leistungsrollen und Publikumsrollen. Diese Veränderungen verlaufen aber nicht einheitlich, sondern unterschiedlich von Redaktion zu Redaktion bzw. zwischen „festen“ und „freien“ (Unternehmer-)Journalisten sowie verschiedenen Segmenten des Journalismus. Mit rekonstruierenden Interviews, Online-Tagebüchern und Inhaltsanalysen soll erforscht werden, wie genau sich die Journalismus/Publikum-Beziehung (derzeit) verändert  und welche Folgen sich für die journalistische Leistungsproduktion ergeben.

Das Teilprojekt knüpft an vielfältige Vorarbeiten an, vor allem an das DFG-Projekt „Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“.

Publikationen

  • Reimer, J. (2017): Vertrauen durch Transparenz? Potentiale und Probleme journalistischer Selbstoffenbarung. In: Institut für Praktische Journalismusforschung (Hrsg.), Öffentliches Vertrauen und Web 2.0. Köln: Herbert von Halem (im Erscheinen).

  • Loosen, W. (2015): The Notion of the 'Blurring Boundaries': Journalism as a (De-)Differentiated Phenomenon (re-print). In: Steensen, S.; Ahva, L. (Hrsg.), Theories of Journalism in a Digital Age. London, New York: Routledge.

  • Loosen, W. (2016): Publikumsbeteiligung im Journalismus. In: K. Meier, C. Neuberger (Hrsg.), Journalismusforschung. Stand und Perspektiven. Baden-Baden: Nomos (2. aktualisierte und erweiterte Auflage), S. 287-316.

  • Loosen, W. (2016): Journalismus als (ent-)differenziertes Phänomen. In: M. Löffelholz, L. Rothenberger (Hrsg.): Handbuch Journalismustheorien. Wiesbaden: Springer VS, S. 177-189.

  • Loosen, W. (2015): The Notion of the 'Blurring Boundaries': Journalism as a (De-)Differentiated Phenomenon. In: Digital Journalism, Jg. 3(1), S. 68-84.

  • Reimer, J.; Heise, N.; Loosen, W.; Schmidt, J.-H.; Klein, J.; Attrodt, A.; Quader, A. (2015): Publikumsinklusion beim Freitag. Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt "Die (Wieder-) Entdeckung des Publikums". Hamburg: Hans-Bredow-Institut, Dezember 2015 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts, Nr. 36) (pdf-file, 1 MB).

  • Heise, N.; Loosen, W.; Reimer, J.; Schmidt, J.-H. (2014): Including the Audience. Comparing the Attitudes and Expectations of Journalists and Users towards Participation in German TV News Journalism. In: Journalism Studies, Jg. 15, H. 4, S. 411–430. doi: 10.1080/1461670X.2013.831232.

  • Brüggemann, M.; Loosen, W.; Neuberger, C. (2014): Von analog nach digital – Journalismus und Technik. Editorial zum Schwerpunktheft "Journalismus und Technik". In: SC|M – Studies in Media|Communication, 3. Jg., 2/2014, S. 145-152.

  • Loosen, W.; Schmidt, J.-H.; Heise, N.; Reimer, J.; Scheler, M. (2013): Publikumsinklusion bei der Tagesschau. Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt „Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“. Hamburg: Hans-Bredow-Institut, März 2013 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts Nr. 26, (pdf-Datei, 1 MB).

  • Loosen, W. (2013): Publikumsbeteiligung im Journalismus. In: K. Meier, C. Neuberger (Hrsg.), Journalismusforschung. Stand und Perspektiven. Baden-Baden: Nomos, S. 147-163.

  • Reimer, J. (2013): Die Tagesschau und ihr Publikum. In: European Journalism Observatory (online).

  • Loosen, W.; Dohle, M. (Hrsg.) (2014): Journalismus und (sein) Publikum. Schnittstellen zwischen Journalismusforschung und Rezeptions- und Wirkungsforschung. Wiesbaden: Springer.

  • Loosen, W.; J.-H. Schmidt (2012): (Re-)Discovering the Audience: The relationship between journalism and audience in networked digital media. Information, Communication & Society 15 (6), 867-887.

  • Loosen, W.; Scholl, A. (2012): Theorie und Praxis von Mehrmethodendesigns in der Kommunikationswissenschaft. In: W. Loosen, A. Scholl (Hrsg.), Methodenkombinationen in der Kommunikationswissenschaft. Methodologische Herausforderungen und empirische Praxis. Köln: Halem, S. 9-25.

  • Meier, K.; Reimer J. (2011): Transparenz im Journalismus. Instrumente, Konfliktpotentiale, Wirkung. In: Publizistik. Vierteljahreshefte für Kommunikationsforschung, Jg. 56, H. 2, S. 133-155.

Vorträge

  • "Public Disturbance. Irritations of the Journalism-Audience Relationship through Participation, and Factors Influencing News Outlets’ Abilities to Adapt", Vortrag von J. Reimer und W. Loosen im Rahmen der ECREA Journalism Studies Section Conference "Changing Audiences – Changing Journalism" am 23. März 2017 in Odense, Dänemark.

  • "Die Komplexität der Komplexitätsforschung. Theoretische Herkunft und Anwendung in der Journalismusforschung", Keynote von W. Loosen im Rahmen der Jahrestagung der DKPuK-Fachgruppe Journalistik/Journalismusforschung am 16. Februar 2017 in Würzburg (zusammen mit A. Scholl).

  • "Between Proximity and Distance: The Balance in the Transforming Journalism-Audience Relationship as a Criterion for Media Quality?", Vortrag von J. Reimer und W. Loosen im Rahmen der Pre-Conference "Media Performance & Democracy – Defining and Measuring the Quality of News" im Vorfeld der "66th Annual Conference" der International Communication Association (ICA) am 9. Juni 2016 in Fukuoka, Japan.

  • "'Wir senken die Mauer zwischen Community und Redaktion ab!' Publikumsbeteiligung beim Freitag.", Vortrag von W. Loosen, J. Reimer und J.-H. Schmidt im Rahmen der 61. Jahrestagung der DGPuK am 1. April 2016 in Leipzig (zusammen mit Nele Heise).

  • "Journalismus im Zeitalter automatischer und algorithmischer Wirklichkeitskonstruktion", Vortrag von W. Loosen auf der DGPuK-Jahreskonferenz am 1. April 2016 in Leipzig (zusammen mit A. Scholl).

Ansprechpartner

PD Dr. Wiebke Loosen

Hans-Bredow-Institut
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