Forschungsverbund „Transforming Communications“

Seit einigen Jahren beteiligt sich das Hans-Bredow-Institut an einem Forschungsverbund aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Bremen und Hamburg. Die gemeinsame Leitfrage lautet: Wie verändern sich Kultur und Gesellschaft mit dem Wandel der Medienumgebungen? Untersucht wird diese allgemeine Frage für ausgewählte soziale Wirklichkeiten, für deren empirische Untersuchung das Konzept der kommunikativen Figurationen entwickelt wurde. Damit werden soziale Wirklichkeiten anhand ihrer Akteurskonstellation, ihrer thematischen Rahmung und des sie konstituierenden Geflechts kommunikativer Praktiken beschrieben.

Bezogen auf die jeweils aktuellen Veränderungen der Medienumgebungen lassen sich Veränderungen oder auch Beharrungen dieser kommunikativen Figurationen als medial geprägte Transformationen der kommunikativen Konstruktion von Wirklichkeiten interpretieren. Mit der koordinierten Untersuchung der Transformation verschiedener sozialer Wirklichkeiten verfolgt der Verbund das Ziel, eine allgemeine Theorie zum Zusammenhang von Medienwandel und sozialem Wandel zu entwickeln.

Das Institut beteiligt sich an dem Verbund mit Projekten, die sich der Rolle der Medien für die Transformation der Beziehung zwischen Journalismus und Publikum, der Participating Media Governance, der Entwicklung von raumbezogenen Identitäten sowie allgemein von Öffentlichkeiten widmen.

Nach einem Beratungsgespräch bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Herbst 2014 bereitet der Verbund derzeit einen Antrag auf Einrichtung eines DFG-Sonderforschungsbereichs/Transregio vor (www.kommuni kative-figurationen.de).

Publikationen

  • Loosen, W. (2015): The Notion of the 'Blurring Boundaries': Journalism as a (De-)Differentiated Phenomenon. In: Digital Journalism, Jg. 3(1), S. 68-84.

  • Reimer, J.; Heise, N.; Loosen, W.; Schmidt, J.-H.; Klein, J.; Attrodt, A.; Quader, A. (2015): Publikumsinklusion beim Freitag. Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt "Die (Wieder-) Entdeckung des Publikums". Hamburg: Hans-Bredow-Institut, Dezember 2015 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts, Nr. 36) (pdf-file, 1 MB).

  • Hepp, A.; Hasebrink, U. (2014): Kommunikative Figurationen – ein Ansatz zur Analyse der Transformation mediatisierter Gesellschaften und Kulturen. In: N. Jackob, O. Quiring, B. Stark (Hrsg.), Von der Gutenberg-Galaxis zur Google-Galaxis. Alte und neue Grenzvermessungen nach 50 Jahren DGPuK. Konstanz: UVK, S. 343-360.

  • Hepp, A.; Hasebrink, U. (2013): Human Interaction and Communicative Figurations. The Transformation of Mediatized Cultures and Societies. Communicative Figurations, Working Paper No.   »»

  • Reimer, J. (2013): Die Tagesschau und ihr Publikum. In: European Journalism Observatory (online).

  • Loosen, W.; J.-H. Schmidt (2012): (Re-)Discovering the Audience: The relationship between journalism and audience in networked digital media. Information, Communication & Society 15 (6), 867-887.

  • Meier, K.; Reimer J. (2011): Transparenz im Journalismus. Instrumente, Konfliktpotentiale, Wirkung. In: Publizistik. Vierteljahreshefte für Kommunikationsforschung, Jg. 56, H. 2, S. 133-155.

Vorträge

  • “Introducing 'Entanglement' to the panel 'Imagined communities and cross-media constructions of collectivities'", Vortrag von H.-U. Wagner auf der „Creative Unit“-Conference „Communicative Figurations“ am 9. Dezember 2016 im Haus der Wissenschaft an der Universität Bremen.

  • „Kommunikative Figurationen. Über den Zusammenhang von medialem und gesellschaftlichem Wandel“, Präsentation von H.-U. Wagner bei der Historischen Kommission der ARD beim MDR am 15. April 2016 in Leipzig.

  • „Sounds like Hamburg - Historische 'Hamburg'- Radiodokumente und kommunikative Figurationen raumbezogener Identitätsbildungen“, Vortrag von H.-U. Wagner auf der Tagung „Populäre Musik und Identitätspolitiken. Radio machen, überliefern und rezipieren“ am 18. Februar 2016 an der Universität Zürich.

  • „Vom historischen Vergleich zu einer 'Entangled Media History'”, Vortrag von H.-U. Wagner auf der Tagung “Entangled history medial gedacht. Internationale und transkulturelle Kommunikationsgeschichte” der DGPuK-Fachgruppen Kommunikationsgeschichte und Interkulturelle Kommunikation am 16. Januar 2016 in Dortmund.

  • "The Imagined Communities Project. Approaches to Identity, Place, Space and Media in Two German Cities (1919-1975)", Seminarvortrag von H.-U.Wagner am 1. Dezember 2015 an der Macquarie University in Sydney.

  • „Sounds like Hamburg… Kommunikative Figurationen von 'imagined communities' und historische 'Hamburg'-Tondokumente“, Vortrag von H.-U. Wagner am 9. Juli 2015 im Forschungskolloquium Medienkultur am ZeMKI Bremen.

  • "The Changing Communicative Figurations of Public Spheres. A Conceptual Approach and Empirical Findings", Vortrag von U. Hasebrink auf der 5th European Communication Conference (ECREA) am 15. November 2014 in Lissabon, Portugal.

  • "Sounds like Hamburg – Communicative Figurations of Spatial Identity-Building in the Past and the Analysis of Historic Sound Documents", Vortrag von H.-U. Wagner auf der 2nd International Conference of the European Sound Studies Association (ESSA) “Sound Studies – Mapping the Field” an der Universität Kopenhagen am 28. Juni 2014.

  • „Living Within the Complexity of Communicative Figurations: The Challenges of a Multiple Communicative Involvement”, Vortrag von A. Hepp und U. Hasebrink auf der Jahrestagung der International Communication Association (ICA) am 23. Mai 2014 in Seattle.

  • "Communicative Figurations of Interpretive Communities in Historical Change", Vortrag von H.-U. Wagner auf dem ECREA Communication History Workshop “History of the Media in Transition Periods” in der Fundação Portugesa das Comunicações in Lissabon am 5. September 2013.