Aktuelle Projekte

Jugendschutzsoftware aus Sicht der Eltern: Kenntnisse, Nutzung, Informationsverhalten

Ende 2011 hatte das Hans-Bredow-Institut im Auftrag des BMFSFJ den Stand der Forschung über elterliche Kenntnisse, Erwartungen und Nutzung von Jugendschutzsoftware aufgearbeitet. Mittlerweile sind mit den Jugendschutzprogrammen von JusProg e.V. und der Deutschen Telekom zwei Programme anerkannt worden; außerdem haben Bund, Länder und die Wirtschaft im Jahr 2012 die Initiative „Sicher online gehen – Kinderschutz im Internet“ gestartet.

Ziel des neuen Projekts ist es nun, eine aktuelle Bestandsaufnahme der Kenntnisse und der Nutzung von Jugendschutzprogrammen vorzunehmen, um so zu erfassen, welche Veränderungen sich in diesem Zeitraum ergeben haben. ...mehr   »»

Online-Beschwerdestellen von Kindern kaum genutzt

Die bestehenden Online-Beschwerdestellen werden nur selten genutzt. Lediglich 13 Prozent der europäischen Kinder, die im Internet Belastendes erlebt haben, haben dies mit Hilfe eines Meldesystems angezeigt. In Deutschland sind es sogar nur acht Prozent, so ein Bericht des Forschungsnetzwerks EU Kids Online. „Wenn sich Kinder im Internet verletzt fühlen, müssen sie die Möglichkeit haben, sich zu beschweren oder Hilfe zu suchen. Online-Meldesysteme können dabei helfen, allerdings nur dann, wenn sie gut sichtbar und leicht bedienbar sind und wenn sie tatsächlich wirksame Hilfe bieten“, so Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts und verantwortlich für den deutschen Teil der EU Kids Online-Studie.   »»

Neues Projekt: Kompetenznetzwerk Komplementärmedizin in der Onkologie (KOKON)

Welche Angebote und Informationsbedürfnisse zum Thema Komplementärmedizin in der Krebsmedizin liegen gegenwärtig vor und auf welchen Wegen kann evidenz-basiertes Wissen bestmöglich an Patienten, Therapeuten und Berater weitergegeben werden? Mit diesen Fragen befasst sich ein interdisziplinär zusammengesetztes Verbundprojekt, das von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird und aus verschiedenen Teilprojekten besteht.   »»

Tagesschau, Google und BILD: Was den Deutschen für ihre politische Meinungsbildung wichtig ist

Das Fernsehen ist nach wie vor die wichtigste Quelle für die politische Meinungsbildung, so das Ergebnis einer Studie des Hans-Bredow-Instituts, die am 13. Juni 2012 in Berlin dem Bundestagsausschuss für Kultur und Medien vorgestellt wurde. Die Studie „Informationsrepertoires der Deutschen“ basiert auf einer bundesweiten repräsentativen Befragung von gut 1000 Personen ab 14 Jahren. Sie untersuchte, welche Angebote aus der Sicht der Bevölkerung für ihr eigenes Informationsverhalten am wichtigsten sind. „Auch in den heutigen digitalen Medienumgebungen spielen die etablierten Medien Fernsehen und Zeitung nach wie vor eine wichtige Rolle. Das Internet ist aber mittlerweile zu einem wesentlichen Faktor auch für die politische Meinungsbildung geworden. Auffällig ist vor allem, dass mit Google und Facebook auch solche Angebote dazu gehören, die selbst keine politischen Inhalte anbieten. Diskussionen um Medienvielfalt und den Einfluss von Medien auf die Meinungsbildung müssen daher einen medienübergreifenden Ansatz verfolgen“, so Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts.   »»

Biografien Hamburger Medienmacher: von Rudolf Augstein über Egon Monk bis Peter von Zahn

Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland recherchiert derzeit Biografien bedeutender Hamburger Medienmacher. Dokumentiert und veröffentlicht werden diese im Online-Lexikon „Hamburger Persönlichkeiten“, das die Gesellschaft Harmonie von 1789 und das Museum für Hamburgische Geschichte 2009 ins Leben gerufen haben und pflegen. Den Bereich „Medien“ innerhalb des Personenlexikons haben Mitarbeiter der Forschungsstelle übernommen; seit April 2012 ergänzen sie das wachsende Online-Lexikon um Kurzbiografien bedeutender Hamburger von Rudolf Augstein über Egon Monk bis Peter von Zahn.   »»

Projektergebnisse: Jugendmedienschutz aus Sicht der Eltern

Drei Viertel aller Eltern, deren Kinder das Internet nutzen, machen sich Sorgen über deren Mediennutzung. Ebenso viele beurteilen die bestehenden Jugendschutz-Maßnahmen als zu lasch. Dies ergab die Studie „Jugendmedienschutz aus Sicht der Eltern“ des ZDF und des Hans-Bredow-Instituts, die am 1. Dezember in Mainz auf der Tagung "Quo vadis Jugendmedienschutz?" vorgestellt wurde. Zusammenfassung der Studie (pdf-Datei)   »»

EU-Studie zur Messung der Unabhängigkeit der Medienaufsicht online gestellt

Die Unabhängigkeit von Aufsichtsbehörden lässt sich kaum mathematisch messen, es können aber Indikatoren benannt werden, die Risiken oder gefährliche Konstellationen beschreiben, durch die Einflussnahmen auf die Unparteilichkeit von Medienaufsichtsstellen möglich sind. Diese Indikatoren hat ein im Auftrag der EU-Kommission durchgeführtes Forschungsprojekt unter Leitung des Hans-Bredow-Instituts auf Basis von Daten aus 43 Ländern identifiziert. Mithilfe eines jetzt online gestellten Tests können Regulierungsstellen auf Risiken der Einflussnahme hin überprüft werden.   »»

Neues Projekt: Analyse von Broadcast Sound Design in den 60er Jahren

"Sounds like… Geschichte der Radio-Ästhetik", heißt ein neues Projekt der Forschungstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland, das sich mit Radio Sound Design in einer historischen Epoche befasst. Radiosender haben einen „Sound“, sie treten mit einem bestimmten ästhetischen Erscheinungsbild auf, das wiederum von ihrem Publikum entsprechend wahrgenommen wird. In der Konkurrenz im sog. „dualen System“ der bundesrepublikanischen Radiolandschaft spielen die Fragen der Anmutungen und der Erkennbarkeit eine entscheidende Rolle. Doch auch wenn es diesen Kampf der Anbieter in zurückliegenden Perioden der Radiogeschichte noch nicht gab, so bemühten sich schon früh die Programm-Macher, ihr Publikum zu erreichen – nicht nur durch ihren Inhalt, sondern auch durch ihre sonische Performanz.   »»

Sicher und kompetent im Internet: Handlungsempfehlungen des Forschungsnetzwerks EU Kids Online veröffentlicht

Der Forschungsverbund EU Kids Online hat Handlungsempfehlungen zum Thema Sicherheit und Risikobewusstsein im Internet veröffentlicht. Auf Grundlage einer repräsentativen Studie zur Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen in 25 europäischen Ländern wird deutlich, dass europäische Kinder in immer jüngerem Alter mit der Internetnutzung beginnen und dass die Onlinenutzung zunehmend mobiler wird und sich damit der elterlichen Kontrolle mehr und mehr entzieht. Der jetzt veröffentlichte Bericht gibt Handlungsempfehlungen, wie Kinder auf einen angemessenen und produktiven Umgang mit dem Internet vorbereitet und zugleich vor Risiken wie z.B. Bullying, Pornographie oder dem Kontakt zu Fremden geschützt werden können.

In Deutschland schöpfen Kinder und Jugendlichen in Deutschland die Potenziale des Internets im Vergleich nur gering aus, hebt Prof. Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, des deutschen Partners im EU Kids Online-Netzwerk, hervor. Bei den Eltern in Deutschland scheint die Verunsicherung im Hinblick auf mögliche Gefahren des Internets besonders groß zu sein. „Vorsicht ist gut, sie sollte aber nicht dazu führen, das Internet überwiegend als Gefahrenquelle anzusehen und Kinder zu hindern, die für den Umgang mit dem Internet erforderlichen Kompetenzen zu erwerben“, erläutert Hasebrink.   »»

Gründung des „Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft“ in Berlin

Das von Google geförderte Forschungsinstitut für Internet und Gesellschaft ist am 25. Oktober feierlich in Berlin eröffnet worden. Dort wird auch der Sitz des neuen Instituts sein, das nach dem Wissenschaftler und Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) benannt wurde.

Gründungsgesellschafter des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) sind die Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die Universität der Künste Berlin (UdK) sowie das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Das Hamburger Hans-Bredow Institut (HBI) ist integrierter Kooperationspartner.   »»