Aktuelle Projekte

Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen: TV enorm wichtig!

In der Debatte um Inklusion spielt Barrierefreiheit eine Schlüsselrolle. Ein wesentlicher Aspekt ist der für alle Menschen ungehinderte Zugang zu Medienangeboten. Bislang war jedoch nicht durch Zahlen belegt, wie Menschen mit Behinderungen Medien überhaupt nutzen. Das ändert eine Studie des Hans-Bredow-Instituts (Prof. Dr. Uwe Hasebrink / Dr. Sascha Hölig) und der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund (Jun.-Prof. Ingo Bosse), die im Auftrag der Medienanstalten (DLM) und der Aktion Mensch durchgeführt wurde und erstmals bundesweit alle Formen von Behinderung bezogen auf Mediennutzung abbildet: Welche Medienangebote werden von Menschen mit Behinderungen genutzt, welche sind besonders attraktiv? Wo bestehen die größten Zugangsbarrieren? Die Ergebnisse dieser großen standardisierten Befragung wurden am 26. Oktober 2016 auf einem Panel der Münchner Medientage diskutiert.   »»

Datenmodell für interoperable Alterskennzeichnungen entwickelt

EU-Pilotprojekt MIRACLE erfolgreich abgeschlossen

Das von der EU ko-finanzierte Projekt MIRACLE (Machine-readable and Interoperable Age Classification Labels in Europe) zur Entwicklung eines gemeinsamen Datenmodells für interoperable Alterskennzeichnungen ist Ende Juli abgeschlossen worden. Konsortialpartner aus fünf EU-Ländern hatten unter Federführung des Hans-Bredow-Instituts seit Anfang 2014 die MIRACLE-Spezifikation entwickelt, mit der elektronische Alterskennzeichen unabhängig von ihrer Herkunft, von dem gekennzeichneten Medium und der technischen Distribution eine gemeinsame Sprache sprechen. Zum Nachweis der Machbarkeit wurde das MIRACLE-Datenmodell bereits bei fünf Institutionen implementiert und wird nun von der BBFC (UK), NICAM (NL), PEGI (Games, EU-weit), NCBI (Tschechische Republik) und der FSM (DE) angeboten.   »»

Von Werbung verfolgt: Ein Viertel der Internetnutzer hat Adblocker installiert

Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2016“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich

Mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer über 18 Jahre empfindet die Anzahl der Werbungeinblendungen als lästig (55 %), vor allem in der Altersgruppe über 35 Jahren. 25 Prozent setzen bereits Adblocker ein, die das Anzeigen von Werbung im Internet verhindern. Unter den jungen Nutzergruppen sind Adblocker wesentlich weiter verbreitet als unter den älteren Erwachsenen: Fast jeder zweite Onliner zwischen 18 und 24 Jahren setzt einen Adblocker aktiv ein, während noch nicht einmal jeder Sechste der über 55-Jährigen diese Software verwendet. 92 Prozent der Anwender von Adblockern haben die Programme auf ihren Laptops oder PCs installiert. Auf Tablets und Smartphones sind sie deutlich weniger verbreitet.   »»

Neues Projekt: Mediennutzung von Menschen mit Behinderung

Gesellschaftliche Teilhabe ist auch für Menschen mit Behinderungen ohne Medien nur schwer denkbar. Doch wie nutzen sie Medien eigentlich, welche Motive und Erwartungen haben sie und welche Hürden bei Zugang und Nutzung von Medien gibt es? Das Hans-Bredow-Institut (Prof. Dr. Uwe Hasebrink / Dr. Sascha Hölig) und die Fakultät für Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund (Jun.-Prof. Ingo Bosse) führen nun eine Studie zur Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen durch, die von den Medienanstalten (DLM) und der Aktion Mensch gefördert wird. Die Ergebnisse sollen Anfang 2017 vorgestellt werden.   »»

Digitale Audiostifte: Rolle und Nutzung in der Familie

Kinder und ihre Eltern für Interviews gesucht!

Seit 2010 sind Audiostifte für Kinder verstärkt auf dem deutschen Markt erhältlich. Diese digitalen Stifte können auf Papier hinterlegte digitale Informationen auslesen und in Audiosignale (z. B. Texte oder Geräusche) umwandeln. Während der Nutzung erfasst der Stift zudem den individuellen Lern- und Kenntnisstand des Kindes und passt die Anforderungen entsprechend an. Das Hans-Bredow-Institut untersucht im Rahmen eines neuen Projekts, wie Kinder und ihre Eltern mit Audiostiften umgehen und inwieweit sich dadurch Veränderungen im Verständnis von (Vor-)Lesen, im Umgang mit Büchern und im Leseverhalten in der Familie erkennen lassen.   »»

Software soll Journalisten helfen, nutzergenerierte Inhalte zu verarbeiten

Kooperation mit Informatikern im Projekt SCAN

Journalisten sind heute mit einer zunehmenden Menge von Publikumsfeedback, etwa in Foren, Kommentarbereichen und Social Media konfrontiert, und dies öffentlich sichtbar. Die manuelle Bearbeitung dieses Feedbacks erfordert viel Zeit, eine vollautomatische Analyse ist noch teuer und fehleranfällig. Im Rahmen des Kooperationsprojekts mit Prof. Dr. Walid Maalej vom Fachbereich Informatik der Universität Hamburg soll daher ein Softwaresystem entwickelt werden, das Journalisten beim Analysieren, Filtern und Zusammenfassen von nutzergenerierten Inhalten unterstützt.   »»

Nachrichtennutzung über mobile und soziale Medien steigt

Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2015“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich

57 Prozent der deutschen Onliner nutzen regelmäßig den Computer, jeder Dritte ein Smartphone und 16 Prozent ein Tablet, um sich über aktuelle Nachrichten auf dem Laufenden zu halten. Jeder Vierte nutzt regelmäßig soziale Netzwerke, um sich über Nachrichtenereignisse zu informieren. Die gründlichere Nachrichtennutzung erfolgt aber noch immer stark über das Fernsehen und die Online-Angebote klassischer Medien. Dies sind Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2015“, dessen Befunde für Deutschland das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung am 16. Juni veröffentlicht hat. „Im internationalen Vergleich auffällig ist die nach wie vor starke Orientierung der deutschen Onlinenutzer an den klassischen Nachrichtenmedien und vor allem dem Fernsehen“, erläutert Prof. Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts. 82 Prozent schauen mindestens einmal in der Woche Nachrichten im Fernsehen. Die Nutzung von Printmedien hingegen ist in allen Altersgruppen weiter rückläufig.   »»

Neues Projekt: „Ankunft im Radio“: Flucht und Vertreibung im Hörfunk

Die Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut hat sich erfolgreich auf eine Ausschreibung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Akademischen Förderprogramm beworben. Unter dem Titel „Ankunft im Radio“ wird von August 2015 bis Dezember 2017 erforscht, welchen Beitrag das Radio zur Integration Deutscher aus dem östlichen Europa in das geteilte Nachkriegsdeutschland leistete. Alina Laura Tiews wird in ihrem Post-Doc-Projekt dazu west- und ostdeutsche Hörfunkprogramme der Jahre 1945 bis 1961 untersuchen, die sich mit dem ereignishistorischen Phänomen Flucht und Vertreibung Deutscher aus dem östlichen Europa infolge des Zweiten Weltkrieges beschäftigten.   »»

Hans-Bredow-Institut Teil der COST-Action "The Digital Literacy and Multimodal Practices of Young Children" (DigiLitEY)

Im Rahmen der COST-Action (IS1410) wird der Frage nachgegangen, welche Anforderungen multimodale und interaktive Medien an die "Digital Literacy" von Kindern im Alter von null bis acht Jahren stellen und wie sie hinsichtlich des Umgangs und der Interpretation dieser Angebote unterstützt werden können. Das Hans-Bredow-Institut ist mit Dr. Claudia Lampert in der COST-Action vertreten.   »»

#hhwahl – Soziale Medien bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2015

Soziale Medien wie Facebook, Twitter oder YouTube spielen in Wahlkämpfen eine zunehmend wichtige Rolle: Abgeordnete und Kandidat/innen genauso wie Parteigliederungen, aber auch Bürger/innen und zivilgesellschaftliche Organisationen nutzen sie, um über politische Ziele zu informieren, über Streitfragen zu debattieren oder für die eigenen Anliegen zu mobilisieren. Im Umfeld der Wahl zur Hamburger Bürgerschaft am 15. Februar 2015 untersucht das Projekt von Dr. Jan-Hinrik Schmidt die Rolle sozialer Medien, nimmt eine Bestandsaufnahme der Social-Media-Aktivitäten von Kandidat/innen zur Hamburger Bürgerschaft vor und charakterisiert stichprobenhaft Ablauf und Inhalte der Konversationen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Prof. Thorsten Faas (Mainz) sowie den Plattformen hamburger-wahlbeobachter.de und politik-tweets-hamburg.de durchgeführt.   »»