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Nachrichtennutzung der 18- bis 24-Jährigen geht zurück

Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2016“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich

Hamburg, 15.06.2016. Die Nachrichtennutzung in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen ist im Vergleich zum Vorjahr in allen Gattungen zurückgegangen: im Fernsehen (von 72 % auf 54 %), im Radio (von 40 % auf 33 %), in Printmedien (von 34 % auf 26 %) und im Internet (von 79 % auf 75 %). 21 Prozent der 18- bis 24-Jährigen beziehen Nachrichten ausschließlich über Quellen aus dem Internet; darunter sind 8 Prozent, die ausschließlich Nachrichten über soziale Medien nutzen. Dies ist ein Ergebnis des „Reuters Institute Digital News Report 2016“, dessen Befunde für Deutschland am 15. Juni vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung veröffentlicht wurden.   »»

Von Werbung verfolgt: Ein Viertel der Internetnutzer hat Adblocker installiert

Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2016“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich

Hamburg, 15.06.2016. Mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer über 18 Jahre empfindet die Anzahl der Werbungeinblendungen als lästig (55 %), vor allem in der Altersgruppe über 35 Jahren. 25 Prozent setzen bereits Adblocker ein, die das Anzeigen von Werbung im Internet verhindern. Unter den jungen Nutzergruppen sind Adblocker wesentlich weiter verbreitet als unter den älteren Erwachsenen: Fast jeder zweite Onliner zwischen 18 und 24 Jahren setzt einen Adblocker aktiv ein, während noch nicht einmal jeder Sechste der über 55-Jährigen diese Software verwendet. 92 Prozent der Anwender von Adblockern haben die Programme auf ihren Laptops oder PCs installiert. Auf Tablets und Smartphones sind sie deutlich weniger verbreitet. Dies sind Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2016“, dessen Befunde für Deutschland am 15. Juni vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung veröffentlicht wurden. Um Erkenntnisse über die Einstellungen der Internetnutzer und ihren Einsatz von Adblockern zu bekommen, wurde in der aktuellen Repräsentativbefragung zur Nachrichtennutzung erstmals ein gesonderter Abschnitt integriert.   »»

Und nun zur Werbung! Wie neue Techniken und Akteure die Finanzierung medialer Inhalte beeinflussen

7. Hamburger Mediensymposium von Hans-Bredow-Institut, MA HSH und Handelskammer Hamburg am 13. Juni 2016

Gut 200 Expertinnen und Experten haben sich am Montag in der Handelskammer mit neuen Werbeformen als Finanzierungsquelle für unterhaltende und informierende Inhalte in den Medien beschäftigt. Auch wenn mit traditioneller Werbung im Fernsehen, Hörfunk und online noch immer hohe Umsätze erzielt werden, verändern doch neue Techniken den Markt, das Machtgefüge der Akteure wandelt sich. Das Hamburger Mediensymposium hat drei aktuelle Fragestellungen zum Thema Werbung aufgegriffen: Wie verändert sich der Markt und  welche Rolle spielen Mediaagenturen und Adblocker? Welche Auswirkungen hat dies auf die Finanzierung von Medieninhalten und für die Medienregulierung? Zur Videodokumentation der Vorträge.   »»

Felix Victor Münch erneut als Gastwissenschaftler am Institut

Felix Victor Münch, Doktorand an der Queensland University of Technology in Brisbane (QUT), Australien, ist im Juni/Juli erneut als Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut. Aufbauend auf seinem B.Sc. in Physik (Ludwig-Maximilians-Universität München), einem M. A. in Journalismus (LMU und Deutsche Journalistenschule München) und Arbeitserfahrung in der Online-Markenkommunikation als Konzepter für die Hamburger Agentur elbdudler liegen seine Forschungsinteressen vor allem im Bereich Netzwerkanalyse und Social Media.   »»

Australische Medienhistorikerin für 3 Wochen am Institut

Vom 22. Mai bis 12. Juni 2016 war Prof. Dr. Bridget Griffen-Foley, Professorin für Media Sciences und Direktorin des Centre for Media History an der Macquarie University in Sydney, Australien, als Gastwissenschaftlerin an der Forschungsstelle Mediengeschichte. Mit Dr. Hans-Ulrich Wagner arbeitet sie an dem Projekt „Transnational Media Histories“.   »»

Für Medienerziehung reicht eine App allein nicht aus

Bericht von EU Kids Online zu technischen Hilfsmitteln in der Medienerziehung

Hamburg, 11.05.2016. Technische Hilfsmittel können die elterliche Begleitung der Mediennutzung ihrer Kinder nicht ersetzen. Sie bieten den Eltern zwar verschiedene Kontrollmöglichkeiten. Damit können sie aber auch das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern gefährden. Dies zeigt ein aktueller Forschungsüberblick aus dem EU Kids Online-Netzwerk.

Bieke Zaman und Marije Nouwen von der Katholischen Universität Leuven, Mitglieder des belgischen EU Kids Online-Teams, haben englischsprachige Studien über technische Hilfsmittel in der Medienerziehung ausgewertet. Der Großteil aktuell verfügbarer Hilfsmittel ist demnach allein auf präventiven Schutz ausgelegt und rückt Einschränkungen der kindlichen Mediennutzung und die Vermeidung von Risiken in den Mittelpunkt.

Ein Zuviel an Kontrolle und Schutz könne aber dazu führen, dass Kinder die potenziellen Chancen der Internetnutzung, etwa im Bereich der Kommunikation, der Information und der Beziehungspflege verpassen. Hinzu komme, dass Eltern durch die technische Überwachung ihrer Kinder möglicherweise Einblick in sensible Informationen Anderer erhalten.   »»

Call for Papers: Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld

Die 1. Jahrestagung der neu gegründeten DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation zum Thema “Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld” wird vom 23. bis 25. November 2016 in Hamburg stattfinden und vom Hans-Bredow-Institut ausgerichtet. Die Calls for Papers für die Jahrestagung und den Nachwuchsworkshop sind nun veröffentlicht, Einreichungen sind bis zum 1. Juli 2016 möglich.   »»

Neu am Institut: Lies van Roessel fördert Kooperation mit Informatikern

Seit April 2016 koordiniert Lies van Roessel, M. A., die Forschung zwischen dem Hans-Bredow-Institut und dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Ziel der gemeinsamen Forschung ist es, neue Projekte zu entwickeln zu den Themen "Typologien von Algorithmen" und "Nutzerentwicklungen in der Verwendung von Feedback-Mechanismen".   »»

Elise Defreyne als Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut

Im April 2016 forscht die Medienrechtlerin Elise Defreyne von der Universität Namur, Belgien, als Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut. Im Rahmen ihres Promotionsvorhabens untersucht sie die Transformation der öffentlich-rechtlichen Medien Belgiens unter dem Einfluss der Europäischen Regelungen zu staatlichen Beihilfen und vergleicht diese mit Entwicklungen im deutschen Mediensystem.   »»

Auf Youtube: Wen oder was integriert die Kommunikationswissenschaft?

Keynote von Uwe Hasebrink auf der DGPuK-Jahrestagung

Die ehrenvolle Aufgabe der Keynote zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) hatte Prof. Dr. Uwe Hasebrink am 30. März 2016 in Leipzig. Thema war die Frage: Was leistet die Kommunikationswissenschaft für andere Disziplinen und die Gesellschaft? Seine Antworten darauf verrät die Aufzeichnung auf Youtube (ab Min. 17:55). Die 61. Jahrestagung widmete sich dem Jubiläum des Fachs und der Wirkung der Kommunikationswissenschaft auf andere wissenschaftliche und gesellschaftliche Bereiche. Aus dem Hans-Bredow-Institut waren aktiv mit dabei: Prof. Dr. Uwe Hasebrink, PD Dr. Wiebke Loosen, Lisa Merten, Julius Reimer, Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Prof. Dr. Wolfgang Schulz   »»